Ohne Pestiziden Steckkarten

  • Ohne Pestiziden Steckkarten

  • Steckbrief Apfel

    2.2

    Malus domestica

    Apfel

    Höhe: 8-15m
    Breite: 5-15m
    Alter: Baum
    Standort: Sonnig
    Pflanzung: Am besten im November oder im zeitigen Frühjahr, evtl. ganzjährig; die wulstige Veredelungsstelle muss über der Erde liegen, Pflanzerde mit Kompost anreichern
    Pflege: Am Anfang lieber weniger oft sehr intensiv gießen als zu oft oberflächlich, Baumscheibe von Beikräutern frei halten
    Ernte: September – Oktober, je nach Sorte auch ab Ende Juli
    Vitamine:

    A, B1, B2, B6, C, E

    Mineralstoffe:

    Bor, Chlor, Kalzium, Eisen, Fluor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Schwefel, Silizium, Zink

    Verwendung:

    Mit unterstützender Wirkung innerlich bei Magen-Darm-Erkrankungen (roh gerieben oder gekocht), als Auflage bei Insektenstichen

    Bekannteste Sorten:

    Cox Orange, Discovery, Golden Delicious, Goldparmäne, Gravensteiner, James Grieve, Jonasgold, Ontario, Roter Boskop, Weißer Klarapfel und Pink Lady

    Gründüngung/Mulch:

    Mulchen mit Heu oder angetrocknetem Rasenschnitt, Unterpflanzung mit Fingerhut (zur Ertragssteigerung) oder Kapuzinerkresse (Pflanzengesundheit)

    Krankheiten:

    Apfelschorf, Baumkrebs, Monilia Fruchtfäule, Lagerfäule, Rußfleckenkrankheit, Stippe, Glasigkeit

    Schädlinge:

    Apfelwickler, Apfelblütenstecher, Apfelsägewespe, Apfelwanze, Blattläuse, Frostspanner

    Insekten-/Bienenweide:

    Sehr hohes Pollen- und Nektarangebot, u. a. für Acker- und Erdhummel, Honigbiene

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Nützlinge fördern:

    - Leimringe/Obstmaden-Fanggürtel im Juni (Apfelwickler) bzw. im September (Frostspanner) um den Stamm und Baumpfahl legen, im Oktober entfernen und entsorgen
    - Pheromonfallen (Apfelwickler, Frostspanner) ab Anfang Juni anbringen, anschließend die Schlupfwespe als Nützling einsetzen
    - Spritzen von unverdünnter Brennnessel-Jauche im Frühjahr und Sommer (bei Blattläusen und zur allgemeinen Stärkung)

    Gegen Krankheiten:

    - Geschädigte Früchte entfernen
    - Regelmäßige Kontrollen
    - Spritzen von einem Aufguss aus Meerrettichblättern hilft gegen Monilia
    - Spritzen von Schachtelhalmtee bei Pilzkrankheiten

    Nützlinge

    Vögel, Raubkäfer, Schlupfwespen, Marienkäfer, Raubmilben, Flor-, Schweb- und Raupenfliegen

  • Steckbrief Basilikum

    6.4

    Ocimum basilicum

    Basilikum

    Basilikum

    Reihenabstand: 25 cm
    Pflanzenabstand: 25 cm
    Saattiefe: 0,3-0,5 cm
    Alter: Einjährig, bei Überwinterung mehrjährig und verholzend
    Standort: Ssehr sonnig, geschützter Platz, lockerer, humusreicher Boden
    Aussaat: April (Voranzucht im Haus, einige Saatkörner pro Topf)
    Pflanzung: Ab Mitte Mai ins Freiland pflanzen (büschelweise, so wie im Topf)
    Ernte: Ganzjährig (im Topf), im Freiland bis September  
    Erntetipp: Nicht einzelne Blätter, sondern oberste Stengelabschnitte (Blätter plus Stiel) abknipsen, dies führt zur Verzweigung
    Anbautipp: In trockenen Sommerwochen muss man die Pflanzen viel gießen; in kühlen, regenreichen Sommern gedeihen die Pflanzen besser im Topf (vor Regen schützen, sonniger, warmer Platz)






    Vitamine:

    A, B, D, E

    Mineralstoffe:

    Calcium, Kalium, Spuren von Mangan und Kupfer

    Verwendung:

    Unterstützender Wirkung durch die enthaltenen ätherischen Öle zur Entkrampfung des Magen-Darm-Trakt, stimmungsaufhellende Wirkung, nervenberuhigend

    Gute Nachbarn:

    Tagetes, Tomaten, Gurken (Basilikum fördert die Gesundheit der Gurken)

    Gründüngung/Mulch:

    Wegen der Stängelgrundfäule und Pilzerkrankungen auf Gründünger und Mulchschicht verzichten

    Krankheiten:

    Stängelgrundfäule, Umfallkrankheit, Pilzerkrankung

    Schädlinge:

    Schnecken, Raupen, Spinnmilben, Wanzen

    Insekten-/Bienenweide:

    Rrecht geringes Pollenangebot, etwas Nektarangebot

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Pflanzenschutznetz, regelmäßige Kontrolle, Schädlinge einsammeln, mit Wermut- oder Rainfarntee spritzen, Nützlinge fördern

    Gegen Krankheiten:

    Aufpassen beim Gießen (nicht zu feucht halten), Mischkultur mit Tagetes, Befallene Pflanzenteile entsorgen

    Nützlinge:

    Raubwanzen, Schlupfwespen, Gallmücken, Florfliegen, Marienkäfer

  • Steckbrief Blattläuse

    4.3

    Aphidoidea

    Blattläuse

    Größe: Bs zu 7 mm
    Nahrung Saugen meist Zucker aus der Pflanze
    Fortpflanzung: Mist geschlechtlich, meist nur bei Stress geflügelte Generationen, Generations- und Wirtswechsel verbreitet
    Lebensweise: Planzensaugend an Stängel und Blättern  
    Natürliche Feinde: Raub- und Marienkäfer, Schlupfwespen, Florfliegen, Schwebfliegen, Spinnen, Ohrwürmer
    Besonderes Blattläuse scheiden Honigtau aus, werden von Ameisen gemolken, Ameisen züchten und beschützen ihre Läuse; Bienen nutzen Honigtau für Waldhonig.
    Blattläuse übertragen Viruskrankheiten zwischen Pflanzen
    Maßnahmen: Mit Seifenwasser abwischen, Mischkulturen mit Brennnesseln und Kapuzinerkresse, Lavendel, Kerbel; Rhabarber zu Salat; Bohnenkraut zu Bohnen; Pflanzenreste entfernen, Förderung von Nützlingen, Brennnessel-, Rainfarn- oder Wermuttee spritzen, bei Befall punktuell mit Rhabarbarblättern mulchen
  • Steckbrief Echter Meltau

    4.5

    Erysiphaceae

    Echter Mehltau

    Befall: An Gemüse- und Zierpflanzen
    Erscheinungsbild: Pilzgeflecht auf der Blattoberfläche, weißer, abwischbarer Belag, Blatt welkt durch Nährstoffentzug und fällt ab
    Lebensweise/Fortpflanzung Überwintert mit Myzel in den Knospen befallener Pflanzen, Verbreitung durch Wind
    Besonderes: Einige Marienkäfer ernähren sich ausschließlich von Mehltau
    Maßnahmen: Verbrennen des abgefallenen Laubes im Herbst, vorbeugend und bei Befall mit Schachtelhalm-, Knoblauch-, Zwiebelschalen- oder Rainfarntee spritzen, Marienkäfer fördern, Sträucher regelmäßig auslichten; Knoblauch, Zwiebeln, Lavendel oder Thymian pflanzen; Steinmehl in Boden einarbeiten; niemals abends oder von oben gießen; wenn möglich luftig-windige Standorte auswählen
  • Steckbrief Edle Weinrebe

    2.4

    Vitis vinifera ssp. vinifera

    Edle Weinrebe

    Höhe und Breite: 2-10 m
    Pflanzenabstand: 3-4 m
    Alter: Mehrjähriger, kletternder Strauch
    Standort: Sonnig, tief durchwurzelbarer Boden
    Pflanzung: April- Mai (Veredelungsstelle etwa 3 cm über der Erde, Pflanzloch mit Kompost, verrottetem Rinderdung, Kalk und Gesteinsmehl anreichern)
    Ernte: Herbst (meist Ende Sept. bis Ende Okt.)















    Vitamine:

    A1, B1, B2, B3, B5, B6, E, C

    Mineralstoffe:

    Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor, Selen

    Verwendung:

    Mit unterstützender Wirkung bei Entzündungen, Hautprobleme, Durchblutungsstörungen, Venenentzündung, Zellschutz, Zellregeneration; Extrakte aus den Traubenkernen und des roten Weinlaubs, Oligomere Proanthocyanidine (OPC)

    Standort:

    Geschützt, Sonnig, eine warme Mauer erhöht mittlere Temperatur um 2°C, eine Mauer reicht aus, Fröste unter -15°C sind ungünstig sowie Spätfröste im Frühjahr.

    Gründüngung/Mulch:

    Ddie Pflanzen mit Beinwellblättern oder Heu mulchen, im Herbst mit einer Schicht angerottetem Mist mulchen, diesen mit Stroh abdecken.

    Krankheiten:

    Echter Mehltau, Falscher Mehltau, Graufäule, Schwarzfleckenkrankheit

    Schädlinge:

    Blattläuse, Kräuselmilben, Rebenblattfilzmilben

    Wichtige Mineralstoffe zum Düngen:

    Stickstoff, Kalium, Phosphat, Kalzium, Magnesium in Form von Gesteinsmehl, Holzasche und organischem Dünger (Hühnermist-Jauche, verrotteter Stallmist)

    Insekten-/Bienenweide:

    Recht gutes Pollen- und Nektarangebot

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Nützlinge fördern

    Gegen Krankheiten:

    Für eine gute Belüftung sorgen
    Regelmäßig mit Schachtelhalmtee spritzen

    Nützlinge

    Allgemein auf Artenvielfalt am Standort achten.

  • Steckbrief Erdbeere

    2.1

    Fragaria – Arten und Hybriden

    Erdbeere

    Reihenabstand: 60 cm
    Pflanzenabstand: 25-30 cm
    Alter: Staude
    Standort: Sehr sonnig, tiefgründige, humose Böden (Kompost, gut verrotteter Mist)
    Pflanzung: August-September (im April “Frigopflanzen”)
    Ernte: Juni-Juli, je nach Sorte auch noch später
    Tipp: Nach 2-3 Jahren lässt natürlicherweise der Ertrag nach, daher rechtzeitige Neupflanzung mit Ausläufern einplanen.




















    Vitamine:

    Vitamin C, B2, B3, C, E, K

    Mineralstoffe:

    Kalium, Calcium, Magnesium

    Verwendung:

    Mit unterstützender Wirkung bei Zellschäden durch den roten Farbstoff in der Erdbeere

    Gute Nachbarn:

    Borretsch, Buschbohne, Knoblauch, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rettich, Schnittlauch, Spinat, Zwiebeln

    Schlechte Nachbarn:

    Kohl-Arten

    Mischkultur:

    Mit Zwiebeln, Knoblauch, Lauch

    Gute Vorkultur:

    Bohnen, Kartoffeln

    Schlechte Vorkultur:

    Starkzehrer, die den Boden zu sehr auslaugen

    Gründüngung/Mulch:

    Dicke Stroh-Mulchschicht

    Krankheiten:

    Wurzelkrankheiten, Mehltau, Eckige Blattkrankheit, Verticillium-Welke, Gnomonia-Fruchtfäule

    Schädlinge:

    Schnecken

    Insekten-/Bienenweide:

    Eher geringes Pollen-/Nektarangebot

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    - Nützlinge fördern
    - Schneckenzäune
    - Mit Rainfarntee besprühen

    Gegen Krankheiten:

    - Überdüngung vermeiden
    - Kontrolle, Herbst- und Frühjahrslaub entfernen
    - Schachtelhalmtee spritzen
    - Mulchen mit Stroh ab April
    - Mischkultur mit Knoblauch, Zwiebeln, Lauch
    - Morgens, nicht abends gießen

    Nützlinge:

    Allgemein die Artenvielfalt am Standort fördern

  • Steckbrief Gartensalat

    1.4

    Lactuca sativa

    Gartensalat

    Reihenabstand: 30-40 cm
    Pflanzenabstand: 25-30 cm
    Saattiefe: 1 cm
    Alter: Einjährig bis zur Ernte, ein- bis zweijährig bis zur Blüten- und Samenbildung
    Aussaat: Ab Ende Februar im Frühbeet,
    ab April bis Juli im Freiland
    Standort: Sonnig-halbsonnig
    Pflege: Auf gleichmäßige Bewässerung achten, regelmäßig hacken
    Ernte: 6-7 Wochen nach der Aussaat






















    Vitamine:

    A, B1, B2, C und E

    Mineralstoffe:

    Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Eisen

    Gute Nachbarn:

    Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Kohl, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Porree, Radieschen, Rhabarber, Rote Bete, Rüben, Spinat, Tomaten und auch Zwiebeln

    Schlechte Nachbarn:

    Sellerie oder Petersilie

    Mischkultur:

    Salat ist grundsätzlich ein idealer Mischkulturpartner. Ideal ist für alle Kreuzblütler-Gewächse, dass er den Erdfloh vertreibt.

    Gute Vorkultur:

    Kohlarten, Radieschen

    Schlechte Vorkultur:

    Andere Korbblütler-Arten, wie z. B. Artischocken, Chicorée, Haferwurzel

    Nachkultur:

    z. B. Kohlarten, Kohlrabi, Paprika, Lauch

    Gründüngung/Mulch:

    Bei Blattlaus-Befall mit Rhabarberblättern mulchen!

    Krankheiten:

    Falscher Mehltau, Mosaikvirus, Salatfäule

    Schädlinge:

    Schnecken und Blattläuse

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein, Ernte vor der Blüte

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Allgemein: auf gleichmäßige Bewässerung achten, hoch pflanzen, angewelkte oder befallene Blätter entfernen.

    Gegen Schädlinge:

    Bei Blattlausbefall hilft das Mulchen mit Rhabarberblättern oder das Einsprühen mit Wermut-Aufguss.

    Gegen Krankheiten:

    Luftigen Standort auswählen (vorbeugend), nur wenn notwendig morgens gießen; ausgesäte Pflanzen sind widerstandsfähiger als gepflanzte.

    Nützlinge:

    Florfliege („Blattlaus-Löwe“), Schwebfliege

  • Steckbrief Große Kapuzinerkresse

    6.1

    Tropaeolum majus

    Große Kapuzinerkresse

    Reihenabstand: 20-30 cm
    Pflanzenabstand: 10 cm
    Saattiefe: 1-2 cm
    Alter: Einjährige krautige Pflanze, je nach Sorte rankend oder nicht-rankend
    Aussaat: Ins Freiland: Mai- Juni, Voranzucht im Haus März/April
    Standort: Sonnig bis lichter Halbschatten
    Ernte: Juni – Oktober, ab etwa 4-6 Wochen nach der AussaatBesonderheit
    Essbarkeit: Blätter, Blüten in Salaten, Knospen als Karpernersatz in Essig einlegen












    Vitamine:

    B, C, Carotinoide

    Mineralstoffe:

    Eisen, Kalzium, Jod, Kalium, Magnesium, Schwefel, Phosphor

    Sonstige Inhaltsstoffe:

    Schwefelhaltige Senföle

    Verwendung:

    Stoffwechselanregend, antibiotisch, blutreinigend, pilztötend, schleimlösend Bei Bronchitis, grippalen Infekten, Halsentzündung, Verstopfung, Infektion der Harnwege, menstruationsfördernd ( unterstützende Wirkung)

    Gute Nachbarn:

    Kartoffeln, Paprika, Stangenbohnen, Tomaten, Zucchini, Obstbäume

    Gute Vorkultur:

    Lauch, Kartoffeln (Kapuzinerkresse liebt gut durchwurzelbare, humose

    Gründüngung/Mulch:

    Angetrockneter Rasenschnitt, Heu

    Schädlinge:

    Blattläuse, evtl. Raupe des Großen Kohlweißlings

    Insekten-/Bienenweide:

    Relativ gutes Pollenangebot

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Nützlinge fördern, Blattläuse mit Schmierseifenlauge abwaschen, Spritzen mit Rainfarntee, Anwendung von Neem-Präparaten, bei Kohlweißlingsbefall Pflanzenschutznetz, generell Pflanzenstärkung mit Brennnesseljauche, doch Vorsicht vor zu viel Stickstoffdüngung (mehr Blattwachstum, weniger Blüten)

    Gegen Krankheiten:

    Kapuzinerkresse ist sehr robust gegen Krankheiten und verhilft Tomaten, Kartoffeln, Rosen zu Gesundheit. Abwehr von Ameisen und Mäusen.

    Nützlinge:

    Raubkäfer, Schlupfwespen, Marienkäfer, Flor-, Schweb-, Raupenfliege

  • Steckbrief Himbeere

    2.5

    Rubus idaeus

    Himbeere

    Reihenabstand: 120-160 cm
    Pflanzenabstand: 40-60 cm
    Alter: Sommergrüner Schein-Strauch
    Standort: Sonnig bis lichter Schatten (Waldrandpflanze!)
    Pflanzung: Im Herbst oder Frühling
    Pflege: Mulchdecke oder Einsaat von Gründünger gegen Beikraut-Aufwuchs und als Standortverbesserung, jäten, nicht hacken (Flachwurzler); im Herbst Düngung mit Hornspänen und etwas Gesteinsmehl unter der Mulchdecke
    Ernte: Je nach Sorte Juli bis zum Frost















    Vitamine:

    A, B1, B2, B6, C, E

    Mineralstoffe:

    Zink, Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium

    Verwendung:

    Mit unterstützender Wirkung Steigerung der Abwehrkräfte, Förderung der Wundheilung

    Gute Nachbarn:

    Brombeere, Erdbeeren, Gurken, Möhren, Rote Bete

    Schlechte Nachbarn:

    Erbsen, Kartoffeln

    Gründüngung/Mulch:

    Mulchen mit altem Stroh, Laub, Rindenmulch, Heu; im Herbst mit verrottetem Mist. Im Frühjahr kann eine Gründüngung aus Perserklee, Ringelblumen und Sommerwicken eingesät werden, die dazu beitragen, dass der Boden beikrautfrei und feucht bleibt.

    Krankheiten:

    Rote Wurzelfäule, Rutenkrankheit, Botrytis-Fruchtfäule

    Schädlinge:

    Blattläuse, Spinnmilben, Gallmilben, Himbeerkäfer, Himbeergallmücke

    Insekten-/Bienenweide:

    Sehr hohes Nektar- und Pollenangebot für Honigbiene, Baum- und Ackerhummel

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Schädlingen morgens abklopfen und Entfernen
    Nützlinge fördern

    Gegen Krankheiten:

    Robuste Sorten auswählen, rechtzeitiges Auslichten, Befallenes entfernen, Spritzen von Schachtelhalmtee zur Vorbeugung und bei Befall, im Herbst abgetragene Zweige dicht über dem Boden abschneiden. Auf gute Bodenfeuchtigkeit achten. Ganzjährig für Mulchschicht sorgen (die Himbeere ist eine Waldpflanze).

    Nützlinge

    Raubwanzen, Schlupfwespen, Gallmücken, Florfliegen, Marienkäfer, Schwebfliegen, Florfliegen, Raubmilben

  • Steckbrief Jauchen und Brühen

    5.3

    Jauchen und Brühen

    Herstellung milder Pflanzenschutzmittel und Dünger aus heimischen Wildpflanzen

    Verwendung: Meist Privatgarten, Gartenbau
    Vorteile: Je nach Art als Dünger, vorbeugend oder bei Befall gegen Pilz, Läuse, Milben spritzen; keine chemischen Rückstände
    Nachteile: Geruch der Gärprozesse, Vorbereitungszeit, nicht lagerfähig
    Umsetzung: Frische Kräuter: Brennnesseln, Beinwell, Ackerschachtelhalm, Rainfarn mit Wasser ansetzen, an warmem Platz 1 bis 2 Wochen gären lassen, verdünnt anwenden
    Alternativer Tipp: Mit Tee-Aufgüssen spritzen (abgekühlt, sehr starke Tees können mit Wasser verdünnt werden): Schachtelhalmtee (Pilzkrankheiten), Wermut-, Rainfarn- oder Zwiebelschalentee (Blattläuse). Vorteil: Einsatz ohne große Wartezeiten möglich.
  • Steckbrief Kartoffel

    1.2

    Solanum tuberosum

    Kartoffel

    Reihenabstand: 60-75 cm
    Pflanzenabstand: 30-35 cm
    Pflanztiefe: So tief, wie die Kartoffel dick ist
    Alter: Einjährig
    Standort: Humusreicher, lockerer Boden, leicht sandig; bei schweren Böden erst ab Mitte April pflanzen und auf Sorten achten, die diesen Boden vertragen.
    Pflanzzeit: März-Mai (Bodentemperatur > 7°C, Beinwell- oder Farnblätter mit in die Furche legen)
    Pflege: Regelmäßig hacken und anhäufeln, möglichst nicht gießen (v. a. nicht abends)
    Ernte: Juni-September (90-110 Tage nach Pflanzung) Frühkartoffeln (sobald die Größe stimmt), Lagerkartoffeln (sobald sich die Schale nicht mehr mit den Fingern abreiben lässt.
    Lagerung: Dunkel, trocken, luftig, bei 4-8° C (auf lagerfähige Sorten achten)































    Vitamine:

    A1, B1, B2, B3, B5, B6, E, C und Folsäure

    Mineralstoffe:

    Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor und Selen

    Verwendung:

    Wickel mit gestampfter, heißer, gekochter Kartoffel für unterstützende Wirkung bei Heiserkeit und Bronchitis.

    Gute Nachbarn:

    Dicke Bohnen, Knoblauch, Kohlrabi, Meerrettich, Spinat, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Kümmel

    Schlechte Nachbarn:

    Rote Beete

    Mischkultur:

    Erbsen, Gurken, Rote Bete, Sellerie, Tomaten, Zwiebeln

    Gute Vorkultur:

    Brache, Schwachzehrer wie Salat, Bohnen, Tagetes

    Schlechte Vorkultur:

    Tomaten, Rote Bete, Sellerie, Zwiebeln, Starkzehrer wie Kohlarten

    Gründüngung/Mulch:

    Tagetes, Farnblätter, Spinatblätter, Melde, Beinwellblätter

    Pilzkrankheiten:

    Kartoffelfäule (= Braunfäule / Krautfäule), Dürrfleckenkrankheit, Weißhosigkeit, Pulverschorf, Weißfäule, Kartoffelkrebs, Silberschorf, Fusarium-Welke, Colletotrichum-Welkekrankheit

    Bakterien:

    Schwarzbeinigkeit, Nassfäule, Kartoffelschorf, Bakterienringfäule, Schleimkrankheit

    Virale:

    Blattrollkrankheit, Strichelkrankheit, Mosaikkrankheit, Stängelbuntkrankheit, Eisenfleckigkeit

    Schädlinge:

    Saatschnellkäfer, Kartoffelkäfer, Blattläuse, Feldmaikäfer, Wintersatteule, Kellerasseln, Goldnematoden, Stängelälchen, Schermaus, Feldmaus

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein, höchstens als Honigtau-Lieferant bei Blattlausbefall

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Nur alle 3 Jahre auf derselben Fläche anbauen!
    Alle 2-3 Jahre empfiehlt sich das „Äugeln“ zur Gesundung: anstelle einer Saatkartoffel gute „Augen“ mit etwas Fruchtfleisch aus der Kartoffeln herausschneiden, in trockenen Sand tauchen und mit dem Auge nach oben 3-4 cm tief ins Erdreich setzen. Dies gibt erfahrungsgemäß widerstandsfähigere, gesündere Pflanzen.

    Gegen Schädlinge:

    Schädlingsschutznetze, keine stickstoffhaltigen Mineraldünger, Anbaufolge jährlich neu bestimmen, Mischkultur, z. B. mit Tagetes, Gesteinsmehl, Nützlinge, Kaffeesatz, Farnblätter, Absammeln der Schädlinge; bei Kartoffelkäfer-Befall die Pflanzen mit Algenkalk überstäuben

    Gegen Krankheiten:

    Genaue Kontrolle, befallene Pflanzenteile sofort entsorgen (nicht auf dem Kompost), Trocken- und Feuchtigkeit beachten, gute Beetvorbereitung, zeitiges Pflanzen vorgekeimter Kartoffeln, Mischkultur, z. B. mit Tagetes (Studentenblume), 14tägiges Spritzen mit Schachtelhalm-Abkochung wirkt vorbeugend gegen Pilzerkrankungen und stärkt die Pflanze allgemein.

    Nützlinge:

    Grundsätzlich den Artenreichtum am Standort fördern

  • Steckbrief Kleiner Kohlweißling

    4.2

    Pieris rapae

    Kleiner Kohlweißling

    Alter: Bis zu sieben Monate
    Größe: Raupen bis zu 35 mm, Schmetterling Spannweite etwa 35-45 mm
    Nahrung: Frisst sich tief in die Köpfe der Kohlarten
    Fortpflanzung: Eier im April und Juli einzeln an Blättern, bis zu 4 Generationen pro Jahr
    Lebensweise: Herbstgeneration überwintert, Verpuppung nach 3-4 Wochen, Hauptschaden im Juni
    Natürliche Feinde: Schlupfwespen, Vögel, Bakterien (Bacillus thuringiensis)
    Besondere: Schwarzer Fleck im Randbereich des Vorderflügels bei allen erwachsenen Faltern; Flecken im mittleren Bereich nur bei Weibchen
    Maßnahmen: Raupen vor Juni absammeln, Pflanzen mit Kulturschutznetz (1mm x 1mm) von Mai bis August oder mit Vlies schützen, Mischkultur mit Tomate, Sellerie, Eberraute und stark duftenden Kräutern, z. B. Anis und Beifuß, Rainfarn- oder Wermutbrühen spritzen, ausgegeizte Tomatenschößlinge oder Tomatenblätter zwischen die Kohlpflanzen legen.
  • Steckbrief Lauch

    1.6

    Allium porrum

    Lauch

    Reihenabstand: 30-40 cm
    Pflanzenabstand: 8-15 cm
    Saattiefe: ca. 2 cm
    Besonderheit: Es gibt Sommer-, Herbst- und Winterlauch
    Alter: Ernte im 1. Jahr (Winterlauch: bis Frühjahr des 2. Jahres) Blüte und Samenbildung im 2. Jahr
    Bodentemperatur: 10-15°C (ggf. Voranzucht unter geschützten Bedingungen)
    Standort: Sonnig, luftig-windig, lockere, tiefgründige Böden
    Aussaat/ Pflanzung: Sommerlauch: März – April
    Herbstlauch: April bis Mitte Juli
    Winterlauch: Mai bis Juli
    Tief pflanzen, doch ohne dass Erde in die Blattachseln fällt!
    Ernte: Sommerlauch: Juli-September
    Herbstlauch: August – Dezember
    Winterlauch: November bis Ende April
    Standort: Sonne und viel Wärme, am besten regengeschützt, können immer auf denselben Standort gepflanzt werden (wenn keine Krankheiten auftraten)















    Vitamine:

    B6, Niacin, Folsäure, C, K und Provitamin A

    Mineralstoffe:

    Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan

    Verwendung:

    Leicht antibakteriell (Harnblase!), leichte Senkung der Blutfettwerte, gut für die Blutgefäße und Darmflora

    Gute Nachbarn:

    Endiviensalat, Erdbeeren, Möhren, Kohlgewächse, Kohlrabi, Salat, Schwarzwurzeln, Sellerie, Tomaten

    Schlechte Nachbarn:

    Buschbohnen, Erbsen, Rote Bete, Stangenbohnen

    Mischkultur:

    Mit Möhren

    Gute Vorkultur:

    z. B. Kohlrabi, Salat

    Schlechte Vorkultur:

    Andere Starkzehrer wie Tomaten, Sellerie, Kohlgewächse

    Gründüngung/Mulch:

    Lauch wird angehäufelt, von daher empfiehlt sich, die Erde unbedeckt zu halten; über Winter kann dünn mit Heu gemulcht werden (Winterlauch).

    Krankheiten:

    Poree-Rost, Purpurfleckenkrankheiten

    Schädlinge:

    Lauchmotte, Lauchminierfliege

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein, da Blüte erst im 2. Jahr

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    - Von Mai – Ende September Kulturschutznetze verwenden (0,8x0,8mm Maschenweite)
    - Mischkultur mit Möhren
    - Rainfarn-Brühe auf die jungen Pflanzen gießen
    - Befallene Pflanzen und umgebende Erde sofort entfernen

    Gegen Krankheiten:

    - Luftigen Standort wählen
    - Fruchtfolgen beachten
    - Bei Pilzerkrankungen hilft das Spritzen mit Schachtelhalmtee

    Nützlinge:

    Grundsätzlich den Artenreichtum am Standort fördern

  • Steckbrief Lavendel

    3.3

    Lavandula angustifolia

    Lavendel

    Reihenabstand: 30 cm
    Pflanzenabstand: 30 cm
    Alter: Mehrjährig
    Standort: Trocken, warm, durchlässiger, am liebsten kalkhaltiger Boden
    Pflanzzeit: Ab Mitte Mai
    Blütezeit: Juni – Juli, bei Schnitt nach der Blüte evtl. Nachblüte im Sept.
    Wuchsform:

    Halbstrauch, 30-60cm hoch, Zweige aufsteigend, teils stark verästelt, verholzend

    Blüte:

    Lila-violett (auch weiße Sorten)

    Verwendung:

    Enthält ätherische Öle und vertreibt im Garten Ameisen und Läuse, im Haus gegen Schädlinge (Motten, Mücken,..)
    Lavendelöl in Putzwasser entfaltet desinfizierende Wirkung.
    Als Gewürz

    Gute Nachbarn:

    Pflanzen, die von der Wirkung des Lavendels profitieren, z. B. Rosen

    Schlechte Nachbarn:

    Pflanzen, die den Lavendel beschatten

    Gründüngung/Mulchschicht:

    Keine, da Lavendel einen guten Wasserabzug will, ggf. 1 x jährlich mit gut verrottetem Kompost versorgen

    Krankheiten:

    Schimmel- und Fäulnisgefahr durch Nässe

    Schädlinge:

    Werden durch ätherische Öle ferngehalten

    Insekten-/Bienenweide:

    Pollen- und Nektarangebot sehr gut für Acker- und Steinhummel, gut für Honigbiene

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Krankheiten:

    Nach der Blüte zurückschneiden, Schnitt um Fäulnis zu verhindern

    Nützlinge:

    Lavendel begünstigt Nützlinge durch Nektar und Lebensraum

  • Steckbrief Mischkultur

    5.1

    Mischkultur

    Aufwuchs mehrerer Nutzpflanzen auf gleicher Fläche, Kombination sich gegenseitig fördernder Pflanzenarten

    Verwendung: Privatgarten, Gartenbau, Landwirtschaft
    Vorteile: Erosionsschutz, platzsparend, gleichmäßige Nutzung der Nährstoffe, Abwehr von Schädlingen, Verhindern von typischen Krankheiten der Monokultur, positive gegenseitige Beeinflussung
    Nachteile: Erschwerte Ernte, optimale Saat- und Pflanztermine sind abzustimmen, ungünstige Kombinationen sind zu vermeiden
    Umsetzung: Vermeiden von Monokultur, Berücksichtigung der natürlichen Pflanzengesellschaften, als Rand- und Zwischenpflanzung, Untersaat, Zwischenkultur, Etagenkultur, Bodengesundheit
    Tipp: Wenn großflächige Mischkultur nicht möglich ist, beginnt man mit punktuellen Maßnahmen: Knoblauchzehen zwischen Erdbeeren pflanzen, Möhrenbeet neben dem Zwiebel- oder Lauchbeet anlegen, Tagetes zwischen Kartoffelpflanzen, Kapuzinerkresse oder Fingerhut unter Obstbäume etc.
  • Steckbrief Möhre

    1.1

    Daucus carota ssp. sativus

    Möhre, Karotte,

    Reihenabstand:   25-30 cm
    Einsaat:   1,5-2,5 cm tief, am besten schnell keimende Markiersaat wie Radieschen in Kleinstmengen unter das Saatgut mischen
    Pflanzenabstand:   2-5 cm (sobald das 3. Blatt erscheint, wird vereinzelt: Frühmöhren auf Daumenbreite, später auf 3-Finger-Breite)
    Alter:   Ernte im 1. Jahr, Blüte und Samenbildung im 2. Jahr
    Standort:   lockerer, tiefgründiger Boden, sonnig, luftig bis windig
    Aussaat:   März bis Ende Juni (zur Vermeidung der Möhrenfliege bis Ende April und dann erst wieder Ende Juni aussäen)
    Pflege:   Ausdünnen der Reihen (siehe oben), regelmäßiges Hacken und Entfernen des Beikrauts, rechtzeitiges Ernten der Markiersaat (z. B. Radieschen)
    Ernte:   Frühmöhren -> nach 70-75 Tagen
    Sommermöhren -> nach 110-135 Tagen
    Spätmöhren-> nach 160-200 Tagen
    Lagerung:   in trockenem Sand im kalten Keller (unter 7°C), auf lagerfähige Sorten achten.
    Tipp:   Da die Keimdauer der Möhre recht lang ist, läuft in den Reihen Beikraut auf. Profis decken am Tag der Einsaat einen kleinen Teil der Aussaat-Reihe mit einem Stück Vlies ab. An dem Tag, an dem unter dem Vlies winzige Möhren-Keimblätter die Erde durchstoßen, kann im übrigen Beet mit einem Gas-Bunsenbrenner das Beikraut/die Beikraut-Keimblätter abgeflammt werden. Wichtig ist, sich genau an den Zeitpunkt zu halten, denn schon wenige Tage nachdem unter dem Vlies die Möhren-Keimblätter entdeckt wurden, stoßen die Keimblätter auch im übrigen Beet durch die Erde und würden verbrannt werden.
    Vitamine:

    Beta-Carotin, B1, B2, B6, C, E

    Mineralstoffe:

    Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Zink

    Verwendung:

    Unterstützende Förderung bei Magen-Darm-Erkrankungen und Durchfällen ist die Karottensuppe nach Ernst Moro: 500g geschälte Karotten in einem Liter Wasser eine Stunde kochen, durch ein Sieb drücken oder im Mixer pürieren. Die Gesamtmenge auf einen Liter Wasser auffüllen. Drei Gramm Kochsalz (ein knapp gestrichener Teelöffel) hinzufügen. Durch das lange Kochen wird ein bestimmtes Kohlenhydrat, die Oligogalakturonsäuren freigesetzt, das bereits in sehr geringen Konzentrationen die Anhaftung von Bakterien im Darm blockiert.

    Gute Nachbarn:

    Dill, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Erbsen, Kopf- und Pflücksalat, Mangold, Porree, Radieschen, Rettich, Schnittlauch, Tomaten, Zichoriensalat

    Schlechte Nachbarn:

    Rote Bete

    Mischkultur:

    Mit Zwiebeln, Knoblauch, Dill

    Gute Vorkultur:

    Lauch, Zwiebeln, Knoblauch; Roggeneinsaat im Herbst des Vorjahres, die im Frühjahr untergeharkt wird

    Schlechte Vorkultur:

    Andere Doldenblütler wie Sellerie

    Gründüngung/Mulch:

    Eher nicht, wegen Krankheitsgefahren, erst im Spätherbst mit Stroh oder Heu mulchen, um die Ernteperiode zu verlängern; bei der Ernte vor Ort mit Möhrengrün mulchen.

    Krankheiten:

    Grauschimmelfäule, Schwarzfäule, Weißfäule, Möhrenschwärze, Violette Wurzeltöter

    Schädlinge:

    Möhrenfliege, Wurzelgallenälchen, Möhrenzystenälchen, Stängelälchen, Möhrenblattfloh, Mehlige Möhrenblattlaus, Möhrengallmücke

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein, da Blüte erst im 2. Jahr

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Vorbeugen: sehr frühe oder späte Aussaat, Mischkultur mit Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Gelb- und Blautafeln oder breite Klebebänder aufhängen, auf einen freien, windigen Standort achten, Kulturschutznetze verwenden, nicht mit Mist düngen

    Zwischenkultur mit Kräutern:gute und neutrale Kräuter in der Nachbarschaft sind Basilikum, Dill, Kamille, Kerbel, Tagetes, Kapuzinerkresse, Thymian und Ringelblume. Anwendung pflanzlicher Präparate zur Vorbeugung gegen die Möhrenfliege: Abbrausen der Möhrenkultur mit Zwiebelaufguss (heißes Wasser über Abfälle der Zwiebel geben, ziehen und abkühlen lassen), Rainfarn- und/oder Farnpulver mit in die Saatreihen streuen

    Gegen Krankheiten:Auf gute und schlechte Nachbarn achten, regelmäßige Kontrollen durchführen, Symptome sofort analysieren und befallene Karotten SOFOT aussortieren (nicht auf den Kompost). Anbaupausen einhalten: Anbau von Doldenblütlern erst wieder im 4. Jahr an derselben Stelle!

  • Steckbrief Mulchen

    5.2

    Mulchen

    Bedecken des Bodens mit unverrottetem oder angerotteten organischen Material

    Verwendung: Landwirtschaft, Gartenbau, Privatgarten
    Vorteile: Langfristige Sicherung der Bodenfruchtbarkeit und der Bodengare, Erosionsschutz, Schutz vor Hitze, Trockenheit und Kälte, Nährstoffeintrag, Lebensraum für Kleinlebewesen, Unkrauthemmung
    Nachteile: Schlecht zu hacken, behindert auf schwerem, lehmigem Boden Erwärmung durch die Sonne, dichter, feuchter Mulch begünstigt Schneckenbefall, Fäulnis- und Pilzerkrankungen
    Umsetzung: Mulchschicht aus angetrocknetem Grünschnitt, angerottetem Mist, Kompost, dünnen Lagen von Gemüseabfällen, Leguminosen, Heu, Stroh, Rindenmulch, Sägespänen, Laub; auf ausgeglichenes Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis achten
    Tipp: Dder saure Rindenmulch lässt sich ersetzen durch: eine dicke Schicht unbedruckter Pappe (2-3 lagig, z. B. zusammengefaltete, unbeschichtete Pappkartons), darüber eine 15 cm dicke Schicht Stroh: begünstigt das Bodenleben, die Feinkrümeligkeit und Durchwurzelbarkeit des Bodens.
    Über die Mulchschicht auf Nährstoffbedarf und Besonderheiten der Kulturpflanzen eingehen: z. B. Kali- und kieselhaltige Beinwellblätter begünstigen Tomatengesundheit, punktuell gemulchte Tomatenblätter halten Kohlweißlinge fern, Mulch aus geschnittenen Lavendelblüten beugt Blattläusen und Pilzkrankheiten vor, punktuell gemulchte Rhabarberblätter vertreiben Blattläuse vom Salat, Zwiebelschalen-Mulch vertreibt die Möhrenfliege und begünstig die Gesundheit der Erdbeeren.
  • Steckbrief Naturnaher Rasen

    5.5

    Naturnaher Rasen

    Anlegen einer strapazierfähigen Grünfläche mit Gänseblümchen, Hornklee, Löwenzahn

    Verwendung: Freizeitraum, vielseitig nutzbar
    Probleme Rasen: Hoher Wasserverbrauch, Einsatz von Herbiziden und Düngemitteln , hoher Pflege- und Finanzaufwand, keine Nahrung für Insekten
    Vorteile: Artenreich, äußerst strapazierfähig, schont Umwelt, Gesundheit und Geldbörse, weniger Arbeitsaufwand, optisch interessanter, weniger Wasserbedarf.
    Nachteile: Unregelmäßige Wuchshöhe, einige blütenbesuchende Insekten können stechen
    Umsetzung: Seltenere Mahd, geringere Schnitthöhe ist möglich, Abtransport von Schnittgut oder Mähen mit Mulchaufsatz (Schnittgut bleibt auf der Fläche), Verzicht auf Dünger und Herbizide, weniger gießen ist nötig, evtl. Einsaat von Kräuterrasen oder Blumenwiese
    Neuanlage: Umgraben, Einsaat angepasster Mischung mit Kräutern, bei hohem Unkrautaufkommen Mahd in niedriger Höhe nach Keimung, Vorangehende Kartoffelpflanzung lockert die Erde und verringert Unkrautwuchs
    Umgestaltung bestehender Flächen: Bestehende Rasenflächen mit geeignetem Gerät (Vertikutierer, Egge) oberflächlich anreißen, sofort die gewünschten zusätzlichen Arten einsäen. Andere Möglichkeit: Flächen oberflächlich anreißen und mit Schnittgut artenreicher Flächen mulchen (enthält Samen).
  • Steckbrief Petersilie

    6.2

    Petroselinum crispum

    Petersilie

    Reihenabstand: 20-30 cm
    Pflanzenabstand: 10-15 cm
    Saattiefe: 2-3 cm
    Alter: i. d. R. zweijährig (ab der Blüte werden die Blätter ungenießbar)
    Aussaat: Am besten im August, auch: ab März
    Aussaat-Tipp: Da die Samen sehr langsam keimen, ein paar Körner Radieschen als Markiersaat verwenden. Auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten.
    Standort: Sonnig, humusreiche, nahrhafte, durchlässige Böden
    Ernte: Juni-Oktober
    Ernte-Tipp: Niemals das Herz der Petersilie ernten oder komplett abernten. Immer nur die äußeren Blätter abernten!



















    Vitamine:

    A, B1-B6, B12, C, K

    Mineralstoffe:

    Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Mangan, Kalium, Schwefel

    Verwendung:

    (Mit unterstützender Wirkung) Harntreibend, gebärmutteranregend, antibakteriell (Streptokokken), Durchspülungstherapie bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß, menstruationsfördernd

    Gute Nachbarn:

    Radieschen, Rettich, Tomaten, Zwiebeln

    Gute Vorkultur:

    Lauch, Kartoffeln (Kapuzinerkresse liebt gut durchwurzelbare, humose

    Schlechte Vorkultur:

    Karotten, Pastinaken, Sellerie, Petersilie (Doldenblütler nur alle 4 Jahre am selben Standort pflanzen)

    Mischkultur:

    Eine Mischkultur mit Tagetes hält Wurzelälchen fern

    Gründüngung/Mulch:

    Sehr dünne Mulchschicht aus Heu, Stroh

    Krankheiten:

    Septoria-Blattfleckenkrankheit

    Schädlinge:

    Wurzelälchen, Blattläuse, Drahtwürmer

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Nützlinge fördern, auf gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit achten, keine Stallmist-Düngung in den vorhergehenden 2 Jahren, Mischkultur mit Tagetes

    Gegen Krankheiten:

    Befallene Pflanzen sofort entsorgen, Pflanzenstärkung mit Brennnesseljauche, vorbeugend mit Schachtelhalmtee spritzen, auf gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und gute Nährstoffversorgung achten

    Nützlinge:

    Raubkäfer, Schlupfwespen, Marienkäfer, Flor-, Schweb-, Raupenfliege

  • Steckbrief Regenwassernutzung

    5.4

    Regenwassernutzung

    Sammeln und Nutzen von Regenwasser

    Verwendung: Privathaushalte und -Gärten, Industrie und Gewerbe
    Vorteile: Sparen von Trinkwasser, Einsparen der Abwassergebühr, ökonomisch rentabel, bessere Rückhaltung von Regenwasser, geringerer Kalkgehalt ist gut für Pflanzen
    Nachteile: Standort- und niederschlagsabhängig, Wasser in Auffangbehältern muss vor Gärung geschützt werden, Verschließen zum Schutz von Tieren und Kindern
    Umsetzung: Installation von Regenwassersammlern, Zisternen oder Regentonnen mit Wasserfiltern (Fallrohrfilter, Fallrohrsieb), teils mit Pumpen oder Zapfhahn
    Tipp: Mit einer elektrischen Pumpe mit Ansaugschlauch (Hauswasserwerk)kann das Regenwasser über Schläuche viele Meter befördert werden.
  • Steckbrief Rhabarber

    2.3

    Rheum rhabarbarum

    Rhabarber

    Höhe: 80cm - 2 m (mit Blüte)
    Breite: 1-2 m
    Alter: Mehrjährig
    Standort: Sonnig, nährstoffreicher Boden (Kompost, verrotteter Mist)
    Pflanzung: Oktober, März, April (eine Pflanze pro Quadratmeter)
    Pflege: Auf ausreichende Nährstoffversorgung achten, sich entwickelnde Blüten mit Stiel entfernen
    Ernte: Von Frühling bis 24. Juni (Johannistag) (erst ab dem 2. oder 3. Jahr nach der Pflanzung)
    Tipp: Alle 8 Jahre die Rhabarberpflanze teilen und umpflanzen (v. a. wenn bereits Ertragseinbußen festzustellen sind)









    Vitamine:

    A, B1, B2, C

    Mineralstoffe:

    Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen

    Sonstige Inhaltsstofe:

    Oxalsäure

    Verwendung:

    harntreibend, blutreinigend, entschlackend, verdauungsfördernd. Vorsicht: calciumzehrende Wirkung; bei Nieren- und Galle-Erkrankungen nicht regelmäßig essen !

    Gute Nachbarn:

    Buschbohnen, Kohl, Kopf- und Pflücksalat, Spinat

    Gründüngung/Mulch:

    Bei jungen Pflanzen dünne Stroh-Mulchschicht zum Schutz gegen Frost, Mulchen mit Heu, angetrocknetem Rasenschnitt, Beinwellblättern oder Stroh, alle zwei Jahre Nachdüngung durch Mulchen mit Pferdemist

    Krankheiten:

    Rhabarbermosaikkrankheiten

    Schädlinge:

    Würmer, evtl. Blattläuse, Blattkäfer, Raupen

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Die Pflanze mit Brennnesseljauche spritzen.

    Gegen Krankheiten:

    Befallene Pflanzenteile sofort entsorgen.

    Nützlinge

    Bei Blattlaus-Befall: Schlupfwespe, Flor-, Schweb- und Raupenfliege fördern.

  • Steckbrief Ringelblume

    3.4

    Calendula officinalis

    Ringelblume

    Reihenabstand: 20-30 cm
    Reihenabstand: 10-20 cm
    Alter: Einjährig
    Standort: Sonnig
    Aussaat: März - Juni
    Blütezeit: Juni – zum Frost
    Tipp: Ringelblumen am besten vor Ort säen, umpflanzen und die Kultur im Topf begünstigen Mehltau















    Wuchsform:

    Krautig, 30-40 cm hoch

    Blüte:

    Dotter- bis orangegelb

    Verwendung:

    Unterstützende Wirkung bei Wundheilungen
    Blüten sind essbar

    Gute Nachbarn:

    Pilzhemmende Pflanzen wie Lavendel, Tagetes, Thymian

    Schlechte Nachbarn:

    Arten die für Beschattung sorgen oder selbst zu Mehltau neigen

    Michkultur:

    Ringelblume dort einsetzen, wo Nematoden im Boden bekämpft werden sollen

    Gründüngung/Mulchschicht:

    Ringelblume als Gründünger oder auch Mulchschicht dort einsetzen, wo Nematoden im Boden bekämpft werden sollen

    Krankheiten:

    Echter Mehltau

    Schädlinge:

    Blattläuse

    Insekten-/Bienenweide: gutes Pollen-/Nektarangebot:

    Gutes Pollen-/Nektarangebot

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Spritzen mit Neem-Präparaten, Förderung von Nützlingen, Pflanzen nicht im Topf kultivieren

    Gegen Krankheiten:

    Befallene Blätter entfernen, Spritzen mit Schachtelhalmtee

    Nützlinge:

    Raubkäfer, Schlupfwespe, Marienkäfer, Raubmilben, Flor-, Schweb-, Raupenfliege

  • Steckbrief Rosen

    3.1

    Rosa

    Rosen

    Reihenabstand: Je nach Art/Sorte (Bodendeckerrosen 50cm - 1m, Beetrosen 1,5m, Kletterrosen 2m, Strauchrosen je nach Höhe 1,5 - 3m)
    Alter: Mehrjährige
    Standort: Sonnig bis halbschattig, je nach Sorte, luftig
    Pflanzung: Am besten im Herbst oder Frühjahr pflanzen, Containerrosen auch ganzjährig
    Blütezeit: V. a. Juni, Juli, je nach Sorte öfter- bzw. nachblühend bis in den Herbst.




    Wuchsform:

    Je nach Sorte bodendeckend bis kletternd, verholzend, sommergrün

    Blüte:

    Vielfältige Farben, meist rosa, rötlich oder weiß, auch gelb, orange, pfirsichfarben

    Pflege:

    Im ersten Frühjahr oder zur Verjüngung werden die Rosen etwa ein Drittel zurückgeschnitten. In den Folgejahren: März: schwache und nach innen wachsende Triebe entfernen, alle anderen etwa um ein Drittel bis zu einem nach außen zeigenden Auge einkürzen. Eine luftigen und ausgeglichenen Aufbau der Pflanze fördern. Gießen: niemals von oben, immer nur morgens (intensiv und selten, anstatt täglich)

    Düngung:

    Im Frühjahr mit Kompost oder verrottetem Mist; gelegentliche Flüssigdüngung mit Brennnesseljauche; Spritzung mit Schachtelhalmtee

    Verwendung:

    Mit unterstützender Wirkung für Haut und Schleimhaut, ätherisches Rosenöl als Duftstoff, Hagebutten für Marmeladen, ausgezeichnete Luxemburgische Sorten: z. B. Rosa Alexandria

    Gute Nachbarn:

    Lavendel, Thymian

    Schlechte Nachbarn:

    Arten, die zu Pilzkrankheiten (Mehltau) oder Blattläusen neigen

    Gute Vorkultur:

    Beetvorbereitung durch Kartoffeln, Meerrettich (tiefgründige Lockerung)

    Schlechte Vorkultur:

    Rosen (Rosen dürfen ohne Erd-Austausch nicht auf Plätze gepflanzt werden, wo schon einmal Rosen waren)

    Gründüngung/Mulchschicht:

    Unterpflanzung mit Kapuzinerkresse oder Buchweizen (diesen unterhacken, wenn er zu groß wird), eher nicht mulchen (wg. Pilzkrankheiten)

    Krankheiten:

    Sternrußtau, Echter Mehltau, Krebs, Rosenrost

    Schädlinge:

    Miniermotten, Rosentriebbohrer, Gallmilben, Läuse, Schmetterlingsraupen

    Insekten-/Bienenweide:

    Nur ungefüllte Rosen: gutes Pollenangebot

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Förderung von Nützlingen, Spritzen von Neem-Präparaten gegen Läuse, Spritzen mit Rainfarn-Brühe

    Gegen Krankheiten:

    Standort-angepasste, widerstandsfähige Sorten wählen sachgerechter Schnitt, Falllaub entfernen, Kali-Düngung, befallene Triebe entfernen, vorbeugendes Spritzen von Schachtelhalmtee, lieber weniger oft, dafür intensiv gießen (immer nur morgens, niemals abends), Pflanzabstände beachten (bessere Abtrocknung der Pflanzen)

    Nützlinge

    Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen

  • Steckbrief Schermaus

    4.4

    Arvicolinae

    Schermaus

    Alter: Bis zu 3 Jahren
    Größe: 13-16 cm
    Nahrung Wurzeln, Zwiebeln, Knollen, selten kleine Insekten
    Fortpflanzung: 3-5 Würfe pro Jahr mit 4-6 Jungen
    Lebensweise: Nacht- und dämmerungsaktiv, in Gangsystemen in Wiesen, Obstanlagen, Gärten
    Natürliche Feinde: Greifvögel, Eulen, Katzen, Mauswiesel, Hermelin, Igel
    Besonderes Laut Naturschutzgesetz darf kein Tier grundlos getötet oder verletzt werden, Verwechslungsgefahr mit Maulwurf (espèce partiellement protégée RGD Protection de la faune du 9 janvier 2010)
    Maßnahmen: Mausefallen, natürliche Feinde ansiedeln, Drahtgeflecht um Wurzelballen von Jungbäumen, Vertreiben durch Geräusche (Flaschen, Windmühlen), Geruchsstoffe: Knoblauch, Holunderblätter, Hundehaare, Kaiserkrone pflanzen
  • Steckbrief Schnittlauch

    6.3

    Allium schoenoprasum

    Schnittlauch

    Reihenabstand: 30 cm
    Pflanzenabstand: 20-30 cm
    Saattiefe: 1 – 2 cm
    Alter: Ausdauerndes, krautiges Zwiebelgewächs
    Standort: Sonnig, nährstoffreicher, feuchter Boden
    Aussaat: März-Juli direkt ins Freiland (pro Stelle mehrere Samen)
    Pflanzung/Jungpflanze: Ab April (11 Pflanzen pro Quadratmeter)
    Ernte: Im ersten Jahr ein Ernte-Schnitt, in den Folgejahren 3-5 Schnitte  















    Vitamine:

    A, B6, C, E, K

    Mineralstoffe:

    Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor

    Verwendung:

    Knoblauch enthält schwefelhaltige Senföle, die antibakteriell, antiviral und antimykotisch wirken (unterstützenden Wirkung), unterstützt die Damrflora

    Gute Nachbarn:

    Oregano, Petersilie

    Schlechte Nachbarn:

    Gartenkresse, Fenchel

    Gute Vorkultur:

    Erbsen, Bohnen

    Gründüngung/Mulch:

    Keine zur besseren Abtrocknung der Pflanzen

    Krankheiten:

    Schnittlauchrost

    Schädlinge:

    Lauchminierfliegen, Zwiebelfliege, Käfer, Blattläuse

    Insekten-/Bienenweide:

    Sehr gutes Pollen und Nektarangebot für Honigbiene und Ackerhummel

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Pflanzenschutznetz, auf gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit achten, Rainfarnbrühe ab Mai/Juni zwischen die Pflanzen gießen, Mischkulturen mit Dill, Petersilie, Möhren.

    Gegen Krankheiten:

    Befallene Schäfte zurückschneiden, vorbeugend mit Schachtelhalmtee spritzen, nicht mulchen, luftigen Standort wählen

    Nützlinge:

    Raubkäfer, Schlupfwespen, Marienkäfer, Flor-, Schweb-, Raupenfliege

  • Steckbrief Spanische Wegschnecke

    4.1

    Arion vulgaris

    Spanische Wegschnecke

    Alter: Etwa ein Jahr bzw. eine Vegetationsperiode
    Größe: 8-12 cm
    Nahrung: (Garten-)Pflanzen, Aas
    Fortpflanzung: Zwitter, 200-400 Eier, schlüpfen im Spätherbst oder Februar/März
    Lebensweise: Nachtaktiv
    Natürliche Feinde: Gemeiner Grabkäfer, Nematoden, Tigerschnegel, Glühwürmchen, Indische Laufente
    Besondere: Vermutlich häufigste Nacktschneckenart Luxemburgs
    Maßnahmen: Schneckenzäune, Kaffeepulver, Salz, Eisen-III-Phosphat, Erde locker halten/rechen, abends oder früh morgens absammeln, nicht übermäßig mulchen
    Tipps: Vermutlich häufigste Nacktschneckenart Luxemburgs















    Wuchsform:

    Feinkrümliger Boden erschwert den Schnecken die Eiablage, grobscholliger Boden und Steine erleichtern dies. Daher auf Bodenstruktur achten und ggf. Bodenverbesserungsmaßnahmen mit Kompost, Gründünger, Mulchen durchführen.
    Wenn Eisen-III-Phosphat-Schneckenkorn angewandt wird, empfiehlt sich eine gezielte Anwendung: Ende August/Anfang September zur Zeit der Eiablage anwenden sowie im zeitigen Frühjahr (März, April), wenn die Schnecken noch klein sind.

    Blüte:

    Gelb, orange und rot

    Verwendung:

    Ca. 50-60 Arten, einige essbar (z. B. Tagetes minuta); ungefüllte Blüten bevorzugen, sie bieten Nahrung für Insekten; pilzfeindliche Wirkung, im Pflanzenbau auch eingesetzt gegen Wurzelnematoden

    Gute Nachbarn:

    Im Frühjahr mit Kompost oder verrottetem Mist; gelegentliche Flüssigdüngung mit Brennnesseljauche; Spritzung mit Schachtelhalmtee

    Verwendung:

    Alle Pflanzen, die von der nematoden- und pilzfeindlichen Wirkung der Tagetes profitieren

    Gute Vorkultur:

    Hilft bei allen nematodenbelasteten Böden, hier die Tagetes für ein Jahr als Gründüngung einsäen, danach als Mischkultur

    Krankheiten:

    Sehr resistent und pflegeleicht

    Schädlinge:

    Lockt Schnecken an

    Pflege:

    Kaum nötig

    Insekten-/Bienenweide:

    Ja, relativ gut

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Schneckenschutz

    Verwendung:

    In Mischkultur pflanzen gegen Nematoden, Pilzkrankheiten und Weiße Fliege, als Lockfutter für Schnecken (Bretter, Fallen)

  • Steckbrief Studentenblumen

    3.2

    Tagetes

    Studentenblumen

    Reihenabstand: Je nach Art und Wuchshöhe
    Pflanzenabstand: Je nach Art und Wuchshöhe
    Alter: Einjährig
    Standort: Sonnig, warm
    Pflanzzeit: Aussaat ab Ende April, Pflanzung ins Freiland ab Mitte Mai
    Blütezeit: Juni - Oktober



    Wuchsform:

    Buschig wachsendes Kraut, 20 – 120 cm hoch

    Blüte:

    Gelb, orange und rot

    Verwendung:

    Ca. 50-60 Arten, einige essbar (z. B. Tagetes minuta); ungefüllte Blüten bevorzugen, sie bieten Nahrung für Insekten; pilzfeindliche Wirkung, im Pflanzenbau auch eingesetzt gegen Wurzelnematoden

    Gute Nachbarn:

    Im Frühjahr mit Kompost oder verrottetem Mist; gelegentliche Flüssigdüngung mit Brennnesseljauche; Spritzung mit Schachtelhalmtee

    Verwendung:

    Alle Pflanzen, die von der nematoden- und pilzfeindlichen Wirkung der Tagetes profitieren

    Gute Vorkultur:

    Hilft bei allen nematodenbelasteten Böden, hier die Tagetes für ein Jahr als Gründüngung einsäen, danach als Mischkultur

    Krankheiten:

    Sehr resistent und pflegeleicht

    Schädlinge:

    Lockt Schnecken an

    Pflege:

    Kaum nötig

    Insekten-/Bienenweide:

    Ja, relativ gut

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Schneckenschutz

    Verwendung:

    In Mischkultur pflanzen gegen Nematoden, Pilzkrankheiten und Weiße Fliege, als Lockfutter für Schnecken (Bretter, Fallen)

  • Steckbrief Tomate

    1.5

    Solanum lycopersicum

    Tomate

    Reihenabstand: Unter Glas 60 cm, im Freiland 50-80 cm
    Pflanzenabstand: Unter Glas 75 cm, im Freiland 100 cm
    Saattiefe: 1 cm
    Bodentemperatur: Optimal sind 18-22°C
    Alter: Einjährig (mehrjährig ist in frostfreien Bereichen möglich)
    Aussaat: Voranzucht im Haus ab Februar
    Auspflanzen (Freiland): Ab 15.-20. Mai (nach dem Frost)
    Standort: Sonne und viel Wärme, am besten regengeschützt, können immer auf denselben Standort gepflanzt werden (wenn keine Krankheiten auftraten)
    Ernte: Juni- Oktober
































    Vitamine:

    B1, B2, B3, C

    Mineralstoffe:

    Calcium, Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor, Kalium, Zink, Selen

    Verwendung:

    Enthaltene Beta-Carotine und Anthocyane (rote Farbstoffe) wirken zellschützend und –regenerierend (unterstützende Wirkung)

    Gute Nachbarn:

    Buschbohnen, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kopf- und Pflücksalat, Lauch, Paprika, Petersilie, Sellerie, Spinat, Zucchini

    Schlechte Nachbarn:

    Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln

    Mischkultur:

    Mit Tagetes / Studentenblume

    Gute Vorkultur:

    Bohnen, Brache

    Schlechte Vorkultur:

    Kartoffeln, Aubergine, Paprika

    Gründüngung/Mulch:

    Serradella aussäen und unterhacken, wenn sie ca. 10 cm hoch ist. Mulchen mit kalihaltigen Beinwellblättern.

    Krankheiten:

    Kraut-/Braunfäule, Dürrfleckenkrankheit, Graufleckenkrankheit, Samt- und Braunfleckenkrankheit, Fusarium-Welke, Verticillium-Welke, Grauschimmel, Didymella-Stängelfäule

    Schädlinge:

    Spinnmilben, Weiße Fliege, Blattläuse, Raupen, Thripse, Tomatenminiermotte

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein, windbestäubt

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    - Kontrolle
    - Nützlinge fördern (Schlupfwespen)
    - Im Gewächshaus Gelbtafeln aufhängen

    Gegen Krankheiten:

    - Befallene Pflanzenteile sofort entfernen (nicht auf dem Kompost entsorgen)
    - Vor Nässe / Regen schützen durch Folie / Glas
    - Auf großzügige Pflanzabstände achten
    - Auf ausreichende Wasserversorgung achten, dabei niemals von oben gießen, sondern immer nur den Boden seitlich der Pflanzen (am besten warmes, abgestandenes Regenwasser verwenden). Gut ist, wenn beim Auspflanzen die untersten zwei Blätter entfernt werden und die Pflanze tief gepflanzt wird (zusätzliche Wurzelbildung an den Stellen, wo die Blätter waren –> zusätzliche Wasser- und Nährstoffaufnahme)
    - Auf ausreichende Nährstoffversorgung achten: bei der Beetvorbereitung Kompost oder verrotteten Mist
    - Einarbeiten, die Pflanzen von Juli – September mit regelmäßigen Pflanzenjauchen-Gaben stärken (z. B. Brennnesseljauche), Überversorgung mit Stickstoff jedoch vermeiden
    - Schachtelhalm-Brühe spritzen (zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten, bei Befall drei Tage in Folge damit spritzen)
    - Gegen typische Tomatenkrankheiten mit Magermilchbrühe spritzen (1 l Milch auf 6 l Wasser) oder Knoblauch- oder Zwiebelschalentee spritzen
    - Mit Tagetes unterpflanzen

    Nützlinge:

    Schlupfwespen, Raubwanzen, Gallmücken, Florfliegen, Marienkäfer

  • Steckbrief Zwiebel

    1.3

    Allium cepa

    Zwiebel

    Reihenabstand: 20-30 cm
    Pflanzenabstand: 5-10 cm
    Alter: Ernte im 1. Jahr, Blüte und Samenbildung im 2. Jahr
    Setzen: März-April
    Standort: Sonnig, luftig/windig, nicht zu schwerer Boden
    Ernte: Juni-September




    Vitamine:

    Vitamin C

    Mineralstoffe:

    Kalium, Calcium, Magnesium

    Sonstige Inhaltsstoffe:

    Schwefelhaltige Aminosäuren, ätherisches Öl

    Verwendung:

    Unterstützende Wirkung bei Husten und Katarrhe der oberen Atemwege, Auflage bei Ohrenentzündung und bei Insektenstichen, mild blutdrucksenkend, pilzfeindlich

    Gute Nachbarn:

    Dill, Erdbeeren, Feldsalat, Gurken, Kopfsalat, Lauch, Möhren, Rote Bete, Sellerie, Zucchini

    Schlechte Nachbarn:

    Buschbohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kohl, Radieschen, Rettich, Stangenbohnen

    Mischkultur:

    Mit Möhren, Erdbeeren, Salat, Kamille

    Gute Vorkultur:

    Möhren, Sellerie, Salat

    Schlechte Vorkultur:

    Kohl, Bohnen, Rettich, Lauch

    Gründüngung/Mulch:

    Buchweizen oder Kamille einsäen und unterhacken, wenn er 10 cm hoch ist, keine dicke Mulchschicht aufbringen, wegen Verpilzungsgefahr durch mangelndes Abtrocknen

    Krankheiten:

    Pilzkrankheiten, v. a. bei anhaltender feuchter Witterung bzw. mangelndem Abtrocknen, z. B. Falscher Mehltau, Botrytis-Blattflecken und Purpurflecken, Nassfäule (bedingt durch Bakterien)

    Schädlinge:

    Minierfliege, Zwiebelthripse

    Insekten-/Bienenweide:

    Nein, da Blüte erst im 2. Jahr

    Ohne Pestizide gegen Schädlinge und Krankheiten vorgehen:

    Gegen Schädlinge:

    Kulturschutznetze verwenden (Maschenweite 0,8 x 0,8 mm), Abdecken mit Vlies

    Gegen Krankheiten:

    Anbaupausen einhalten: Nur alle drei Jahre auf derselben Fläche Zwiebelgewächse anbauen Auf einen luftigen Standort achten für schnelles Abtrocknen der Zwiebeln

    Mischkultur:

    Mit Doldenblütlern (Möhren, Sellerie, Petersilie, Dill)

    Nützlinge:

    Grundsätzlich den Artenreichtum am Standort fördern

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