Der Spargel ist bereits seit 5.000 Jahren bekannt und wurde bis ins 19. Jahrhundert sogar im amtlichen Arzneibuch und in Apotheken geführt.

Spargel ist eine mehrjährige Staude. Bis sie allerdings in den Ertrag kommt, muss man sich drei Jahre gedulden – bevor sie dann 10 Jahre später wieder auszutauschen ist.

Sorgfältige Standortwahlb>

Spargelpflanzen lieben leichte, sandige Böden, da sie zu den Trockenpflanzen zählen und hier am besten gedeihen. Der Wurzelstock ist luft- und wärmebedürftig, weshalb der Grundwasserspiegel möglichst unter 120 cm liegen sollte. Die Wurzeln wachsen mühelos bis zu 6 m tief, so dass Sie sich um die Bewässerung älterer Anlagen wenig Gedanken machen müssen.

Der Tipp von Ihrem „Eist Uebst – Us Uebscht“ –Gärtner

Grünspargel treibt einige Tage früher als Bleichspargel, weshalb Sie hier besonders auf die Vermeidung von Spätfrostlagen oder Spätfrostlöcher achten sollten. Um optisch schöne, gerade Spargelstangen ernten zu können, sollten Sie beim Pflanzen der Spargelpflanzen darauf achten, dass das Erdreich frei von Steinen ist. Diese Fremdkörper stellen für die schnell wachsenden und empfindlich jungen Triebe (bei günstigen Wetterbedingungen wächst Spargel 0,75 cm pro Stunde!) eine Behinderung dar – der Spargel umwächst die Behinderung und wird so krumm. Sollten Sie schon einmal Spargel in Ihrem Garten gepflanzt haben, meiden Sie bei Neuanpflanzungen diese Fläche. Selbst nach 15 Jahren werden Sie an dieser Stelle mit deutlichen Ertragseinbußen rechnen müssen. Schuld daran ist wahrscheinlich ein Pilz namens Fusarium.

Ernte vor dem 24. Juni

Bei humusreichen und sandigen Böden erwärmt sich der Boden schnell und der Erntebeginn wird verfrüht. Meist beginnt die Ernte Mitte April. Das Spargelstechen ist zu Johanni – 24. Juni – zu beenden. Die Pflanze produziert dann zwar noch weiterhin Spargel, doch benötigt die Pflanze die restliche Vegetationszeit, um noch genügend Zeit zur Regeneration für die nächste Saison zu haben. Der Spargel muss nun ungehindert wachsen können und grüne Blattmasse bilden können.

Der Tipp von Ihrem „Eist Uebst – Us Uebscht“ –Gärtner

In der Vergangenheit wurde empfohlen, die Dämme beim Bleichspargel nach Johanni unbedingt zu begradigen. Unserer Meinung nach ist das nicht zwingend notwendig und Sie können sich diesen Arbeitsschritt in der Junihitze ersparen.

Wenn der Spargel bitter schmeckt

Ordentlich angebauter Spargel darf eigentlich nicht bitter schmecken. Er schmeckt nur dann bitter, wenn er zu dicht am Wurzelstock gestochen wird. Da der Wurzelstock von Jahr zu Jahr näher zur Erdoberfläche wächst, müssen Sie den Spargel mit den Jahren immer kürzer stechen.

Der Tipp von Ihrem „Eist Uebst – Us Uebscht“ –Gärtner

Legen Sie den Spargeldamm jedes Jahr ein bisschen höher an, um gleichmäßig langen, guten Spargel stechen zu können. Ansonsten können Sie durch Zugabe von Zucker ins Kochwasser die Bitterstoffe bis zu einem gewissen Grad entziehen. Vereinzelt wird auch Spargel von uns „Eist Uebst-Us Uebscht“-Gärtnern angebaut und wir sind immer wieder aufs Neue von dieser Pflanze fasziniert. Wir wünschen viel Spaß beim Eigenanbau und Erfahrung sammeln beim Anbau des Weißen Goldes!


Andreas Löbke


Eist Uebst

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