Diese Stauden werten Schatten auf.

Viel Sonne, wenig Sonne, wenig Schatten, viel Schatten – das alles gibt´s im Garten und machen ihn unter anderem deswegen so reizvoll und abwechslungsreich. Schattige Bereiche dürfen allerdings zu keinen ausgesprochenen Schattenseiten im übertragenen Sinn werden, also zu wenig ansprechenden, vielleicht sogar vernachlässigten Plätzen. Das verhindern Astilben, die farbenfreudigen Prachtspieren.Unter lockeren Baumkronen und am Rand von Strauchgruppen kann man sich kaum etwas Schöneres und Passenderes denken als eine großzügige Astilbenpflanzung.

Astilben lieben wechselvollen Halbschatten von Gehölzen oder hellen Vollschatten von Gebäuden. Unabdingbar ist guter, humoser, lockerer, ausreichend feuchter Boden. Sie dürfen nicht in Konkurrenz geraten zu Bäumen, die alle Bodenfeuchte für sich beanspruchen wie Birken. Das gäbe unweigerlich eine Pleite. Entsprechend wird die Pflanzung vorbereitet, die entweder im Herbst, vorteilhaft im Oktober, oder sonst im Frühjahr kurz vor oder bei Austrieb erfolgt. Nach der Pflanzung und zukünftig hilft Bodendecke aus Kompost oder Laub, dass Bodenwasser nicht ungenutzt verdunstet. Sollte es im Sommer ungewöhnlich trocken werden und sich die Blätter rollen, wässert man zusätzlich.

Astilben wirken am besten in größerer Anzahl oder bei genügend Platz massenhaft. Man kann sie gut vergesellschaften mit anderen staudigen Mitgliedern der Pflanzengemeinschaft des lichten Laubwaldschattens wie Waldmeister, Lungenkraut, Leberblümchen, Primeln, Bergenien für den Frühjahrsflor, mit Waldgeißbart, Waldglockenblumen, Mädesüß für den Sommerflor. Dazu kommen Farne und Schattengräser. Am zusagenden Platz sind Astilben ausgesprochen langlebig und gesund. Ferner lassen sie sich schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit gut vermehren, indem man die festen, klumpigen Wurzelballen, eventuell mit Hilfe eines Spatens, teilt, nach der Blüte im Herbst oder im Frühjahr bei Austrieb.

Das Sortiment ist umfangreich. Sorten von Japanischen Astilben (Astilbe japonica) blühen verhältnismäßig früh im Juni, Astilbe arendsii-Hybriden zwischen Juni und August, Sorten von Astilbe chinensis pumila spät ab August. Deren Sorten werden übrigens nur etwa 25-30 cm hoch, gehören also in den Vordergrund einer Astilbenpflanzung, während ansonsten die Höhe zwischen 40-70-100 cm schwankt. Weitere Astilbenarten sind weniger verbreitet. Die Farbskala umfasst Rot und Weiß.

Bildunterschrift: Astilben gehören zu den wichtigsten langblühenden Stauden des sommerlichen Gartens und werten schattige Bereiche reizvoll auf.

Ilse Jaehner

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