Wir hungern im Nachwinter nach frischem Grünzeug aus dem eigenen Garten. Da kommt man unweigerlich auf Salat. Und der müsste doch zu haben sein, denn wozu sonst ist ein Frühbeet da!?

Zuerst ist Kresse dran. Die gedeiht sogar auf dem Fensterbrett, doch im Frühbeet ebenso, entweder indem man mit Kresse besäte Schälchen ins Beet stellt oder direkt sät.

Aus dem Frühbeet früh ernten! Dazu sät oder pflanzt man Kresse, Pflücksalat, Schnittsalat, Kopfsalat, gern auch farbige Sorten.
Ein Tipp dazu

Es empiehlt sich, die ausgesäte Kresse zunächst bei 20-22 °C dunkel zu halten, sofort nach der Keimung hell, jedoch weitere 1 oder 2 Tage noch warm, danach bis zur Ernte etwas kühler bei 12-15 °C. Das so genau zu steuern, ist im Frühbeet kaum durchführbar, doch halte man sich daran, soweit möglich.

Im Frühjahr soll es schnell gehen mit Salat. In dieser Beziehung schlägt Plücksalat Kopfsalat um Längen. Von der Saat bis zur ersten Ernte dauert es unter günstigen Umständen etwa 3-4 Wochen. Plücksalat hat noch weitere Vorzüge. Er ist weniger anspruchsvoll als Kopfsalat, man kann immer so viel ernten, wie man gerade braucht und nicht bloß kopfweise, und die Ernte zieht sich über längere Zeit hin – für Selbstversorger ideal!

Bei Frühbeetkultur kommt es selbstverständlich sehr auf das Wetter an und wie man selbst fördernd in das Geschehen eingreift, ob warmes Frühbeet oder kaltes, ob man immer rechtzeitig lüftet beziehungsweise schließt.

Erst wenn Kresse und Plücksalat bereits wachsen, kümmert man sich um die Planzung von Kopfsalat. Entweder zieht man selbst Setzlinge an oder kauft zu. Da jeweils nur wenige Planzen gebraucht werden, ist Zukauf günstiger. Dabei muss man darauf achten, dass man eine geeignete, das heißt frühe Sorte bekommt, die schnell wächst und mit kühleren Temperaturen zufrieden ist. Richtige Sortenwahl ist bei Kopfsalat sehr wichtig. Frühe Sorten werden nur bis Ende April geplanzt.

Kopfsalat ist anspruchsvoll. Er braucht jederzeit viel Feuchtigkeit, einmal wegen der großen, zarten Blätter, zum anderen um an die im Wasser gelösten Nährstoffe heranzukommen. Von diesen muss ebenfalls reichlich vorhanden sein, vor allem im späteren Verlauf der Kultur, denn Kopfsalat wächst erst ziemlich langsam, dann um so lotter.

Währenddessen muss das Substrat im Beet immer gleichmäßig feucht sein. Mal viel gießen, mal wenig ist schlecht. Außerdem gieße man so, dass die Planzen selbst möglichst nicht nass werden sondern nur die Erde. Sobald die Blätter die Erde decken, kann das Gießen eingeschränkt werden.

Ilse Jaehner

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