Topinamburknollen isst man roh, wobei der feine, nussige Geschmack besonders gut zur Geltung kommt, oder vielfältig gegart.

Im Herbst ist Ernte- und Pflanzzeit

Topinambur Helianthus tuberosus stammt aus Mittel- und Nordamerika, wird bis 2 m hoch mit rau behaarten Stängeln, an deren Ende im September/Oktober gelbe Körbchenblüten sitzen. In weniger günstigen Lagen kommen die Pflanzen nicht zum Blühen, jedoch sichern die knollig verdickten Wurzeln ihr Überleben. Um diese Knollen geht es.

Von Rechts wegen mussten sie eine viel größere Rolle spielen als bisher, denn sie unterstützen kalorien- und gesundheitsbewusste Ernährung, sind durch hohen Insulingehalt besonders wertvoll für Diabetiker als Diabetikerkartoffeln.

Auf gesunde Weise satt zu werden, muss berücksichtigen, dass Topinamburknollen dünnhautig sind. Jede Lagerung an der Luft muss vermieden werden. Infolgedessen pflanzt man vorteilhaft gleich nach der Ernte, wo Wühlmause sind, besser im Frühjahr. Man sorgt dafür, dass das Pflanzgut sofort in die Erde kommt. Ist das nicht möglich, muss man die Knollen in einem Jutesäckchen oder ähnlich kühl zwischenlagern oder vorübergehend in Erde einschlagen.

Topinambur liebt sonnige, warme Lage und gepflegten Gartenboden, ist aber insgesamt genügsam. Der Reihenabstand beträgt 70-80 cm, der Abstand in der Reihe etwa 40 cm. Achtung! Topinambur wächst stark, kann auch schon mal im Laufe der Zeit über die Stränge schlagen und sich weiter ausbreiten als zunächst geplant. Als Pflanzmaterial kommen nur ausgewiesene Sorten in Frage wie etwa ’Topstar’ mit vergleichsweise großen, glatten Knollen, die sich gut putzen lassen, während kleine, stark gebuchtete Knollen wilder Topinamburs mühsam zu putzen sind.

Sobald das Kraut bei frühen Sorten vergilbt oder bei späteren abgefroren ist, sind die Knollen erntereif. Da sie sich im Boden am besten halten und völlig frosthart sind, lässt man sie am besten dort und erntet immer nur so viel, wie gerade gebraucht wird. Kleinere Mengen auf Vorrat gibt man in einen Plastikbeutel oder in ein gut schließendes Gefäß und bewährt einige Tage im Kühlschrank auf. Für den Wintervorrat mietet man am besten so ein, dass man selbst bei längerem Frost an Knollen herankommt.

Bei der Haupternte im Herbst ist darauf zu achten, dass genügend Knollen in der Erde bleiben als Nachzucht fürs folgende Jahr. Kommen die Triebe im nächsten Frühjahr zu dicht, dünnt man aus, indem man die überflussigen herauszieht, bis die angegebenen Abstände in etwa wieder stimmen.

Ilse Jaehner

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