Der Oktober ist oft der Sonnenmonat des Herbstes. Nicht zuletzt deshalb und wegen der prächtigen Färbung des Laubes, spricht man vom „goldenen Oktober“. Und wir als Gärtner und Naturfreunde kommen besonders in seinen Genuss. Es wird Sie darum besonders freuen, dass auch im Oktober noch im Garten gepflanzt werden kann. Dazu widmen wir uns heute einer Pflanze, die als Gewürz in vielen Speisen unabdingbar ist und auch eines der gesündesten Gewürze ist: Knoblauch.

Ihren eigenen Knoblauch können Sie jetzt im Oktober anpflanzen. Nächstes Jahr in der Zeit um Juli und August werden Sie dann für die in diesem Jahr doch recht späte Pflanzaktion mit reicher Ernte belohnt.

Die Knoblauchpflanze mag es nämlich, der winterlichen Kälte ausgesetzt zu sein. Wir „Eist Uebst- Us Uebscht“ -Gärtner haben in den letzten Jahren auch schon die ersten Erfahrungen mit dem Knoblauch gesammelt.

Keine Jungpflanzen aus dem Süden

Verwenden Sie keine Jungpflanzen, die aus südlichen Ländern mit warmem Klima stammen, die dementsprechend hohe Temperaturen gewohnt sind.

Einige Jungpflanzen sind uns gerade im Norden Luxemburgs (Weiswampach) auf Grund der kühlen Temperaturen eingegangen. Informieren Sie sich im Gartenfachhandel. Dort finden Sie Pflanzgut, das den Anforderungen des heimischen Klimas entspricht. So können Sie sicher sein, dass die Pflanzen den kalten Winter überleben.

Unterstützen Sie die Pflanzen auch, indem Sie sie in der ganz kalten Zeit mit einer Mulchschicht vor Frost schützen.

Wollen Sie den Anbau Ihres Knoblauchs ins nächste Jahr verschieben, ist das natürlich auch kein Problem. Doch seien Sie sich bewusst, dass Knoblauch dann schon sehr früh gepflanzt werden muss.

Ende Februar und Anfang März sollten die Pflanzen gesteckt werden, um eine ertragreiche Ernte im Spätsommer zu bekommen.

Beim Stecken des Knoblauchs sollten die Pflanzen ungefähr 4-6 cm tief in die Erde eindringen. Zwischen den einzelnen Pflanzen ist ein Abstand von 10 bis 15 cm ratsam. Die einzelnen Reihen sollten ungefähr 20 cm auseinander liegen. Lockern Sie die Erde gut auf und arbeiten Sie eine Portion Komposterde ein. Lockere und fruchtbare Erde mag der Knoblauch besonders. Ganz im Gegenteil zum Wasser: Zu viel Feuchtigkeit tut ihm nicht gut.

Brutzwiebeln nutzen

Sie können die Brutzwiebeln des Knoblauchs zum Pflanzen nutzen. Brutzwiebeln bilden sich oberirdisch nach der Blüte. Jedoch müssen Sie sich dann etwas gedulden, denn im ersten Jahr bildet sich lediglich der sogenannte „Rundling“ – eine einfache runde Zwiebel, die dem im Handel erhältlichen „Solo-Knoblauch“ ähnlich ist.

Die „Eist Uebst-Us Uebscht“ -Gärtner wünschen Ihnen einen guten Start in die aktiven Gartenwochen des Jahres vor der Winterruhe!

Andreas Löbke

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