Blattläuse verursachen nur selten den Totalausfall einer Pflanze. Sie deuten meistens auf ein Ungleichgewicht im Saftfluss zwischen Blättern und Wurzeln hin.

Gemüse als Topfkultur? Eine recht ungewöhnliche aber durchaus interessante Idee. Ein paar Kräuter hat vielleicht schon so mancher auf seiner Fensterbank, aber wie wär’s denn einmal mit Salat, Kohlrabi, Tomaten, Zwiebeln, Möhren oder sogar Kartoffeln? Fast alle Gemüse können im Topf gezogen werden. Dafür gibt es aber ein paar grundlegende Regeln zu beachten.

Pflege und Pflanzenschutz:

Schädlinge

Ein paar Schädlingsarten, die im Garten manchmal große Probleme bereiten, stellen bei der Topfkultur keine Gefahr dar. Hier sind natürlich zuerst Schnecken und Wühlmäuse zu nennen.

Schnecken können die Töpfe unter Umständen zwar hoch kriechen und so zu den Pflanzen gelangen, wenn aber die Töpfe nicht gerade in hohem Gras stehen, stellt die Umgebung des Topfes schon ein Hindernis für sie dar. Auch lassen sich eventuell zugewanderte Schnecken relativ leicht und nachhaltig entfernen.

Auch Wühlmäuse, die Gemüse von den Wurzeln her fressen, haben keine Chance, an ihre Nahrung zu kommen. Manchmal passiert es aber, dass andere Mäuse die Töpfe als Winterquartier benutzen. Solche Fälle sind aber doch eher selten. Man kann ihnen dadurch vorbeugen, dass man die Töpfe über Winter abdeckt.

Schädlinge, die fliegen können, werden da schon etwas leichter zur Plage. Beispiele sind Blattläuse und Trauermücken oder auch Tag- und Nachtfalter wie Kohlweißling und Lauchmotte.

Blattläuse treten sehr häufig in Topfkulturen auf. Dies liegt daran, dass Pflanzen in Töpfen leichter aus dem Gleichgewicht geraten als im Gartenboden. Oft ist es ein Mangel an Platz, Wasser und/oder Nährstoffen für die Wurzeln, der die Läuse auf den Plan ruft. Von so mancher Pflanze, die umgetopft wurde, sind die Blattläuse von selbst wieder abgezogen. Hier sei also an voran gegangene Kapitel erinnert, in denen auf die richtige Topfgröße, ausreichende Bewässerung und regelmäßige Düngung hingewiesen wurde.

Generell lässt sich sagen, dass Pflanzen, die gut versorgt sind, nicht so leicht von Schädlingen befallen werden. Der Erfolg hängt also auch von der Pflege ab, die man den Topfpflanzen gewährt.

Dazu kommt noch der Aspekt der Mischkultur. Großflächige Monokulturen mit hunderten und tausenden Pflanzen derselben Art ziehen Schädlinge natürlich an wie eine weithin sichtbare Leutreklame. In einer kleinen Mischkultur von Gemüsepflanzen in Töpfen, kann es durchaus sein, dass Schädlinge ihre eigentlichen Ziel-Pflanzen regelrecht “übersehen”.

Generell ist zu sagen, dass Topfkulturen auf Balkon und Terrasse natürlich leichter zu überwachen sind als Gemüse im (manchmal fernen) Garten.

Wenn sich dann allerdings noch einmal Schädlinge “häuslich eingerichtet” haben und auch noch über den Winter in den Töpfen bleiben, dann steht man vor einer schweren Wahl: Erde auswechseln oder sterilisieren, was ja einen erheblichen Arbeitsaufwand darstellt, oder aber in der nächsten Saison sehen, ob man das Problem nicht auch mit guter Pflege und ein paar Pflanzenstärkungsmitteln in den Griff bekommt. Zu einem solchen Ansatz gehören natürlich ein gewisses Maß an Gelassenheit. Ein paar einzelne Schädlinge hier und da sind ja noch keine alles zerstörenden Invasion......

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