Der Hibiskus kommt ursprünglich aus Asien. Dort wird die Pflanze meist Scharonrose genannt. In Korea wird er seit über 2.000 Jahren gezüchtet. Der koreanische Name ist Mugunghwa, was übersetzt „die unvergängliche Blume“ heißt. In Südkorea schmückt er die Ein-Won-Münze und wurde so inoffiziell zur Nationalblume. Selbst in der Nationalhymne wird der Eibisch erwähnt: „Wir Koreaner werden immer wachen über unser Land mit seinen Flüssen und herrlichen Bergen, auf denen die Sharonrose blüht“. Das klingt schon fast nach einem Garten Eden. Berghänge mit blühenden Eibisch-Sträuchern bewachsen – das muss eine wahre Augenweide sein!



Der Hibiskusstrauch ist ein straff aufrechter, langsam wachsender Strauch mit ansprechenden Blüten von besonderer Zier. Verwendung findet er in Gärten als Blütenstrauch oder auch für Kübelbepflanzung. Hibiskus ist ein laubabwerfender Strauch, der Wuchshöhen von 1 m bis 3 m erreichen kann.






Standort

Der Hibiskus gilt hierzulande zwar als winterhart; aber die Temperatur- und Bodenverhältnisse des Standortes haben trotzdem entscheidenden Einfluss auf die Frosthärte. Der Strauch ist wärmebedürftig und liebt es sonnig und geschützt zu stehen, idealerweise im Innenhof oder vor einer Südwand.

Zudem sollten sehr junge Pflanzen einen Winterschutz erhalten. Hierzu deckt man den Boden mit Rindenmulch ab und packt die Pflanze mit Stroh oder Fichtenreisig ein.

Hibiskus gedeiht am besten in frischem, lehmigen Gartenboden. Auf armen Sandböden hingegen lässt der Blütenansatz zu wünschen übrig. Auf schweren, nassen Tonböden reifen die Triebe nicht aus und erfrieren häufig. Auf die Blütenfülle hat das jedoch keinen Einfluss, da der Hibiskus am jungen Holz blüht.

Pflegemaßnahmen und Vermehrung

Erziehungsschnitt

Bei dieser Schnittart entfernt man alle kranken oder schwachen Triebe. Dies gilt auch bei jungen Pflanzen, denn nur so können diese nach und nach kräftigere Triebe entwickeln. Man kürzt bis auf zwei Knospen, lässt jedoch den Haupttrieb außen vor. Dieser muss nicht geschnitten werden. Nach und nach kann man so eine Krone heranzüchten, indem man die Triebe rund um die Krone auf wenige Knospen kürzt. Die beste Zeit für den Rückschnitt ist der Februar.

Der Erhaltungsschnitt

Hat der Hibiskus bereits eine stattliche Krone, entfernt man nur die schwachen und vertrockneten Äste. Dünnere Zweige kürzt man entsprechend auf wenige Knospen. Um die Wuchsform beizubehalten, kürzt man am besten auch die Triebe, die aus der Form herauswachsen. Wenn man die Blühwilligkeit erhöhen möchte, kürzt man im späten Winter alle fruchtenden Triebe des Vorjahres um etwa ein Drittel. Damit die Pflanze nicht zu dicht wächst, kann man diese auch bei Bedarf etwas auslichten

Die Vermehrung vom Hibiskus erfolgt über Samen (generative Vermehrung) oder über Stecklinge (vegetative Vermehrung)

Ein paar schöne Sorten

„Woodbridge“ mit dunkelrosa Blüten,„Blue Bird“ hat fliederfarbene Blüten und „Hamabo“ strahlt mit weiß-roten Blüten.

Christopher Sirres (Jonggaertner)

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