Bemerkenswerte Pflanzen in der Ackerbauschule (50)

Eine „Goldkiefer“, das hört sich zunächst geheimnisvoll, nach einem Schatz an. Und tatsächlich ist es doch etwas geheimnisvoll, dass sich scheinbar normale, kleine grüne Kiefern zur Weihnachtzeit goldgelb verfärben; sie stellen dann tatsächlich auch einen Schatz in den Gärten dar.

Die Berg- oder Latschen-Kiefer Pinus mugo, der wir in den Alpen begegnen, wird schon lange in unseren Garten gepflanzt. Zwergformen davon kann man auch fur die Bepflanzung von Kubeln oder in schmalen Beeten verwenden. Einige dieser kleinwuschsigen Sorten fallen vor allem im Winter auf. Sie verfarben sich von Grun zu Goldgelb. Im Winter, etwa ab Weihnachten, kommt dann ihre gro.e Zeit – im Garten fangen sie an, eine besondere Rolle zu spielen.

Die kleinen Kiefern kommen in jedem Boden zurecht, sie konnen in voller Sonne stehen. Auf Grund der auffalligen Winterverfarbung sollten sie jedoch mit Bedacht verwendet werden – genau muss uberlegt werden, welche Partner zu ihnen passen.

Gro.ere Exemplare der bis zu 2 m hoch werdenden Gold-Kiefer konnen wundervoll mit weiteren auffallenden Wintergeholzen kombiniert werden, etwa mit gelborange farbenden Hartriegeln wie Cornus stolonifera ’Winter Flame’ und den mehrfach an dieser Stelle empfohlenen Grasern.

In den Baumschulen kann man neben der Sorte ’Winter Gold’ auch Pinus mugo ’Carsten’ und ’Ophir’ finden; weitere Sorten sind in Kultur. Alle farben sich im Winter goldgelb, sie unterscheiden sich vor allem in der Wuchshohe. Schneiden muss man sie nicht, es sei denn, sie werden nach vielen Jahren doch zu gro. – dann hilft ein „Ruckschnitt“, der wie bei Kiefern ublich am besten einfach durch halbieren der halbweichen „Kerzen“, der Neuaustriebe im Mai, geschieht.

Diese kann man einfach mit den Fingern abbrechen und so die kleinen Kiefern sehr kompakt halten.

Gold steht bei uns auch fur runde Jubilaen, zum Beispiel fur die nach 50 Ehejahren gefeierten „Goldhochzeit“. Und sie lesen jetzt gerade den 50. Beitrag uber bemerkenswerte Pflanzen in der Ackerbauschule – noch ein Grund also, an dieser Stelle die Gold-Kiefer zu wurdigen.

Eike Jablonski (LTA)

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