Die Ernte unserer Salate ist nun im vollen Gange. Alle 14 Tage pflanzen wir einen neuen „Satz“ Salate, damit wir kontinuierlich ernten können. Die Ernte selbst bildet dann den Abschluss der meist vierwöchigen Kulturzeit. Und wer hätte das gedacht – auch bei der Ernte gibt es Einiges zu beachten!

Auf die richtige Tageszeit kommt es an. Denn schon so nehmen Sie Einfluss auf die weitere Qualität Ihrer Ernte. Für uns gilt deshalb: Morgens ernten; am besten mit Sonnenaufgang! Dann verdunstet das Gemüse noch kein Wasser. Denn mit dem Verdunsten des Wassers nimmt auch der Druck des Zellsaftes der Pflanzenzellen ab. Die Folge: Das Gemüse wird weich und schlechter haltbar.

Der Tipp von Ihrem „Eist Uebst-Us Uebscht“-Gartner:

Für den Direktverzehr ist es nicht so tragisch, wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt ernten. Gemüsesorten wie Radieschen und Rettich können auch ohne Weiteres abends geerntet werden. Die Tageszeit nimmt keinen Einfluss auf Ihre Qualität.

Bei Blattgemüse hingegen, macht sich die Sonneneinstrahlung des Tages jedoch sehr stark bemerkbar.

Achtung bei Spinat: Spinat hat einen hohen Gehalt an Nitrat. Nitrat wiederum wird im menschlichen Körper zu Nitrit umgewandelt – und Nitrit gilt als ungesund für den Menschen. Pflanzen benötigen Nitrat als Nährstoff zur Eiweißbildung. Die Eiweißbildung wiederum findet nur unter Sonnenlicht statt. Somit ist der Nitratgehalt beim Spinat morgens, und im Winter allgemein, am höchsten – und abends nach einem sonnigen Tag am geringsten.

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass ein Großteil des Nitrats in Eiweiß umgewandelt ist, ernten Sie den Spinat besser abends.

Der Tipp von Ihrem „Eist Uebst-Us Uebscht“-Gartner:

Um grundsätzlich auf den Nitratgehalt von Ihrem Spinat Einfluss zu nehmen, empfehlen wir nicht zusätzlich zu düngen, bzw. nur nach genauer Bodenanalyse. Auch sollten Sie die Düngung rechtzeitig beenden. Das tut nicht nur der Umwelt gut, sondern auch Ihren Pflanzen.

Die „Eist Uebst-Us Uebscht“-Gärtner wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Einholen Ihrer ersten Ernte des Jahres!

Andreas Löbke

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