Bemerkenswerte Pflanzen in der Ackerbauschule

Allgemein gilt es als Herausforderung, einen Garten oder Park so zu gestalten, dass bei jeder Jahreszeit, Pflanzen und Pflanzenkombinationen herausstechen und dem Betrachter ins Auge fallen.

Dabei werden die Eigenschaften von Blüten, Blätter und Früchten aber auch der Rinde, welche in verschiedenen Farbtönen und Texturen vorkommen kann, berücksichtigt. Unsere Sand- oder Hänge-Birke (Betula pendula) ist mit ihrer weiß-schwarzen Rinde eines der auffälligsten Gehölze dieser Art, welches in Europa heimisch ist.

Insgesamt umfasst die Gattung Betula etwa 50 verschiedene Arten, die alle auf der nördlichen Halbkugel in Europa, Nordamerika und Asien vorkommen.

So gehört die an den Berghängen Westchinas heimischen Kupfer- Birke, Betula albosinensis, mit ihrer papierartigen, dünnen, ringförmig abrollenden, weißen bis kupfrigroten Rinde zu den wertvollen, vielseitig einsetzbaren Ziergehölzen. Sie wird bis zu 12 m hoch, eignet sich jedoch wegen ihres langsamen Wuchses und der lockeren, insgesamt unregelmäßigen, kegelförmige Krone sehr gut für kleine Gartenbereiche.

Dabei sollte sie möglichst mehrstämmig kultiviert werden, damit die interressante Rindenstruktur gut zu Geltung kommen kann. Dieser Baum kann in jedem normalen, trocken bis feuchten Boden angebaut werden. Wegen den flach ausgebreiteten, weitreichenden Feinwurzeln sollten man jedoch verdichtete sowie zugepflasterte Wurzelbereiche vermeiden.

Betula albosinensis ist in unseren Breiten zuverlässig frosthart, nur die eiförmigen, leicht zugespitzten, früh austreibenden, hellgrüne Blätter sind gelegentlich etwas frostgefährdet. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelb bis gelborange, sie bieten dem Gartenbesitzer damit ein weiteres Farbenspiel, welches sehr schön mit anderen färbenden Gehölzen, z. B.: Sorbus commixta ‘Dodong‘ einer asiatischen Eberesche, aber auch mit großblättrigen immergrünen Gehölzen (z. B.: Prunus laurocerasus ‘Rotundifolia‘), kombiniert werden kann.

 

Tom Stein (LTA)

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