Größe für Gemüsebau geeignete Töpfe gibt es in vielen Ausführungen und Farben.

Gemüse als Topfkultur? Eine recht ungewöhnliche aber durchaus interessante Idee. Ein paar Kräuter hat vielleicht schon so mancher auf seiner Fensterbank, aber wie wär’s denn einmal mit Salat, Kohlrabi, Tomaten, Zwiebeln, Möhren oder sogar Kartoffeln? Fast alle Gemüse können im Topf gezogen werden. Dafür gibt es aber ein paar grundlegende Reglen zu beachten.

Töpfe und Wannen

Wenn man Gemüsepflanzen auf Balkon oder Terrasse ziehen will, stellt sich zunächst einmal die Frage nach Art und Größe der Töpfe.

Wenn man sich das Beispiel eines Baumes vor Augen führt, der für sein Wurzelwerk etwa annähernd so viel Platz braucht wie für seine Äste und Zweige, dann wird schnell klar, daß man, wenn man großes Gemüse ernten will, entsprechend große Töpfe braucht.

Große Blumentöpfe, und zwar nicht nur die aus Terrakotta sondern sogar schon die aus Plastik, sind nicht ganz billig. Baueimer mit 12 Liter Fassungsvermögen sind demgegenüber im Baumarkt zu einem recht günstigen Preis zu bekommen. Sie können als die ‘Standardgröße’ für den Gemüsegarten auf dem Balkon gelten. Kartoffeln, Tomaten, Kohl, Möhren, Zwiebeln und Porree (Salat und Kräuter sowieso) können in ihnen schon zu einer recht akzeptablen Größe bzw. Erntemenge gebracht werden. Auch wenn man mit dem schwarzen Plastik vielleicht nicht gerade ein ‘edles’ Material gewählt hat, kann eine Reihe von gleichförmigen Eimern mit verscheidenem Gemüsebewuchs aber trotzdem ein recht ästhetisches Gesamtbild geben.

Worauf man allerdings achten muß, ist es, das Gemüse im Eimer nicht zu ‘ertränken’. Wenn man mit der Wasserdosierung nicht so gut klar kommt, und auch besonders dann, wenn die Töpfe direktem Regen ausgesetzt sind, sollte man ein par Löcher in den Boden des Eimers bohren, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Die Baueimer gibt es auch in der 20 Liter Ausführung, und in der Kategorie darüber findet man die schwarzen Maurerbütten (bzw. -wannen oder -kübel), die man in runder oder viereckiger Form in jeweils zwei Größen (65 oder 90 Liter) bekommen kann. In ihnen können sogar kleine ‘Mischkulturgärten’ angelegt werden, wobei es natürlich für ein gutes Ergebnis unerläßlich ist, den einzelnen Pflanzen genügend Platz zu lassen. Hier bietet sich schon die Möglichkeit einer richtigen kleinen ‘Fruchtfolge’: Sobald es gerade geht, können zu Frühlingsbeginn Radieschen oder Spinat gesät werden. Nach deren Ernte kann dann im Sommer die Hauptkultur gepflanzt werden. Eine andere Möglichkeit ist es, die Sommerkultur abzuernten und dann noch Wintersalat zu pflanzen wie Endivien oder Feldsalat.

Es wird natürlich sofort klar, daß, wenn man mehrere Kulturen in einem Gefäß nacheinander anbaut, man auch genügend düngen muß, sonst ist die Nährstoffgehalt der Topferde bald aufgebraucht (Die Frage der Düngung wird in einem späteren Artikel behandelt.).

Hier noch ein wichtiger Aspekt, auf den wir ebenfalls später noch einmal zurück kommen müssen: In große Töpfe paßt viel Erde, und viel Erde wiegt schwer. Ein 12 Liter Eimer (mit Erde und Gemüsepflanze) wiegt gut 15 kg und mehr. Bei den Bütten kommen dann auch schnell 100 kg zusammen. Entweder man läßt solche schweren Gefäße an einem Platz stehen, oder aber man stellt sie auf Rollbretter (ebenfalls im Baumarkt erhältlich), um sie leicht hin und her bewegen zu können.


Frank Adams

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