Eine alte Badewanne wird zum Gemüsebeet mit Tomaten und Basilikum.

Gemüse als Topfkultur? Eine recht ungewöhnliche aber durchaus interessante Idee. Ein paar Kräuter hat vielleicht schon so mancher auf seiner Fensterbank, aber wie wär’s denn einmal mit Salat, Kohlrabi, Tomaten, Zwiebeln, Möhren oder sogar Kartoffeln? Fast alle Gemüse können im Topf gezogen werden. Dafür gibt es aber ein paar grundlegende Reglen zu beachten.

Daß Gemüse zu den gesündesten Lebensmitteln gehört und daß wir eigentlich viel zu wenig davon essen, spricht sich langsam herum. Bei den meisten anderen Lebensmitteln wird uns Maßhalten geboten, aber von Gemüse kann man anscheinend nie zu viel zu sich nehmen.

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über Pestizidrückstande und Nitratbelastung im Gemüse und bemühen sich, an möglichst naturbelassene Produkte zu gelangen. Eine Möglichkeit, die auch immer mehr wieder ‘in Mode’ kommt, ist es, sein eigenes Gemüse anzubauen. Dies ist dann sozusagen der Königsweg, um frisches und gesundes Gemüse zu erhalten. Nun hat aber nicht jeder, der sich gerne einmal als Gemüsegärtner versuchen würde, einen Garten.

Daher die Frage: Kann man Gemüse auch in Töpfen ziehen, und wenn ja, wie?

Auf den ersten Blick ist es natürlich viel einfacher, Gemüse im Garten, das heißt in der Erde zu kultivieren. Da wächst es dann nämlich mehr oder weniger von selbst. Wenn Gemüse in Töpfen gelingen soll, muß man auf vielerlei Dinge mehr achten als bei der klassischen Gartenkultur. Dafür hat die Topfkultur aber auch mit einigen klaren Vorteilen aufzuwarten. Dazu aber später mehr.

Die folgenden Artikel werden sich zunächst um die Faktoren Licht, Wasser, Boden, Düngung und Pflanzenschutz drehen. Besondere Beachtung sollen dann auch die Fragen nach Möglichkeiten der Kompostierung der Küchenabfälle, nach der Sortenwahl sowie nach der Größe der Töpfe erhalten. Hierbei muß an dieser Stelle wohl zunächst einmal klar gestellt werden, daß wir hier natürlich nicht von kleinen Blumentöpfchen sprechen, sondern daß die Töpfe je nach Gemüseart schon ein gewisses Volumen aufweisen müssen.

Eine wichtige Information schon einmal im Voraus: Gemüse sind Hochleistungspflanzen. Man kann sie nicht mit Zimmerpflanzen gleich setzen. Zimmerpflanzen wachsen langsam, und ihr Bedarf an Licht, Wasser und Düngung ist daher moderat. Gemüse sind zumeist ein- bis zweijährige Pflanzen; sie wachsen in kürzester Zeit vom Saatkorn zur reifen Pflanze. Daher brauchen sie sehr viel mehr Licht, Wasser und Nährstoffe als Zimmerpflanzen. Dazu, wie auch zu den anderen Aspekten, später mehr im Detail.

Frank Adams

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