Die in Ostasien beheimateten Buchsbaumzünsler wurden wahrscheinlich mit Pflanzenimporten nach Mitteleuropa eingeschleppt. In 2007 wurde der Buchbaumzünsler im südlichen Oberrhein entdeckt und seitdem breitet er sich immer weiter aus.

Aussehen und Lebensweise

Die jungen Raupen des Buchsbaumzünslers sind acht Millimeter lang. Bis zur Verpuppung werden diese Raupen bis zu fünf Zentimeter groß. Die Raupen haben einen grünen Leib mit hellgelb bis dunkelgrünen Rückenstreifen und eine schwarze Kopfkapsel. Die sich aus ihnen entwickelnden Falter sind mit abgespreizten Flügeln etwa 40 mm breit und 25 mm lang. Sie haben helle Flügel mit einem charakteristischen dunklen Saum.

Die Raupen der Buchsbaumzünsler überwintern in den meisten Fällen im Inneren des Buchsbaums und beginnen je nach Temperatur ab März zu fressen. Die Raupen durchlaufen mehrere Larvenstadien bis zur Verpuppung. Buchbaumzünsler-Falter leben kaum länger als zehn Tage. In diesem kurzen Leben legen sie ihre Eier ab. In unserer Gegend können bei günstigen Witterungsbedingungen in einem Jahr bis zu vier Generationen auftreten, somit können die Schädlinge sich innerhalb von wenigen Jahren rasant vermehren.

 


Vorbeugung des Buchsbaumzünslers

Da sich der Buchsbaumzünsler vor allem durch den Pflanzenhandel ausbreitet empfiehlt es sich die Pflanzen beim Kauf im Fachhandel zu untersuchen. Durch das Aufhängen von Gelbtafeln in der Nähe Ihrer Buchsbäume erhalten sie Aufschluss darüber, ob der Buchsbaumzünsler in Ihrem Garten überhaupt vorkommt und wann die nächste Raupen-Generation zu erwarten ist.

 

Bekämpfung des Buchsbaumzünslers

Um eine explosionsartige Vermehrung des Buchbaumzünslers zu unterdrücken, sollte bereits die erste Raupengeneration im Frühling vernichtet werden. An die jungen Larven zu kommen ist schwierig, da sie im Inneren der Buchsbaumkronen fressen und durch die Gespinste geschützt sind. Statt chemische Spritzmittel anzuwenden sollte man am besten die Pflanze kräftig zurückschneiden.

wichtig: Das Schnittgut sollte man vollständig verbrennen und nicht im Hausmüll entsorgen.

 

Benjamin Marbes

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