Nützlinge im Garten beugen Schädlingen vor und schonen Umwelt und Geldbeutel. Chemische Spritzmittel gegen Schädlingsbefall sind umweltschädigend und belasten die menschliche Gesundheit.

Für den gemeinen Hobbygärtner mag ein nächtliches Fressgelage im Garten zwar ab und an deprimierend sein, abgenagte Salate, angeknabberte Erdbeeren oder kahle Blumenbeete stellen aber in der Regel keinen Weltuntergang dar. Dabei sollte man stets bedenken, dass auch Schnecken, Milben oder Blattläuse eine Daseinsberechtigung haben und zur biologischen Artenvielfalt dazugehören.

Will man jedoch nicht auf eine üppige Gemüseernte oder einen farbenfrohen Ziergarten verzichten, gibt es eine ökologische und preiswerte Alternative zur Giftkeule, die sogenannten Nützlinge, also Insekten und andere Tiere, die Schädlinge fressen. Und das schöne dabei ist, mit ein paar einfachen Tricks und einer guten Vorbereitung spart man Zeit und Geld und die Natur erledigt die Arbeit ganz von selbst.

Zu den häufigsten Nützlingen zählen die Spinnentiere, wie die gemeinen Webspinnen mit ihren Fangnetzen oder Raubmilben, die vor allem andere Milbenarten oder auch Weiße Fliegen, Sumpffliegen oder Trauermücken fressen.

Ohrwürmer, Lauf-, Raub- oder die casino online berühmten Marienkäfer sind eifrige Schild- und Blattlausvertilger, Schlupfwespen und Florfliegen helfen gegen Thrips, Zikaden oder Raupen! Mit Hilfe verschiedener Nematodenarten, also winzig kleiner Fadenwürmer kann man beispielsweise Ameisen, Dickmaulrüssler oder auch Schnecken bekämpfen


Aber auch größere Tiere, wie Vögel, Fledermäuse, Igel, Frösche und Kröten zählen zu den geschätzten Nützlingen.

Nicht vergessen sollte man auch die Bienen und andere Fluginsekten, die zur Bestäubung vieler Nutz- und Zierpflanzen beitragen. Nützlinge kann man ganz einfach im eigenen Garten fördern, indem man Nistmöglichkeiten einrichtet, geschützte Unterschlüpfe anlegt und geeignete Lebensräume schafft. Umgekehrte, mit Stroh gefüllte Blumentöpfe, Insektenhotels, Trockenmauern oder einfach eine „ungepflegte“ Ecke mit Zweigen, Laub und Wildkräutern bieten Nützlingen ideale Lebensbedingungen.

Aber nicht nur Tiere können treue Helfer im Garten sein, sondern auch unter den Pflanzen gibt es Nützlinge. Vor allem im Nutzgarten ist eine sogenannte Mischkultur mit unterschiedlichen Pflanzen sinnvoll. So hilft Knoblauch beispielsweise gegen Wühlmäuse, Tagetes als Lockpflanze gegen Schnecken, Lavendel gegen Ameisen und Kapuzinerkresse gegen Blattläuse. Bestimmte Nutzpflanzen können sich auch gegenseitig im Wachstum unterstützen und sind dadurch weit weniger anfällig gegenüber Schädlingen wie Monokulturen. Allerdings sollte man sich im Vorfeld über günstige und unvorteilhafte Anbau-Kombinationen informieren.



Verzichten Sie auf Pestizide und geben Sie den vielen Nützlingen eine Chance, Ihr Garten wird es Ihnen danken!


Nils Leches
EBL

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