5.2

Mulchen

Bedecken des Bodens mit unverrottetem oder angerotteten organischen Material

Verwendung: Landwirtschaft, Gartenbau, Privatgarten
Vorteile: Langfristige Sicherung der Bodenfruchtbarkeit und der Bodengare, Erosionsschutz, Schutz vor Hitze, Trockenheit und Kälte, Nährstoffeintrag, Lebensraum für Kleinlebewesen, Unkrauthemmung
Nachteile: Schlecht zu hacken, behindert auf schwerem, lehmigem Boden Erwärmung durch die Sonne, dichter, feuchter Mulch begünstigt Schneckenbefall, Fäulnis- und Pilzerkrankungen
Umsetzung: Mulchschicht aus angetrocknetem Grünschnitt, angerottetem Mist, Kompost, dünnen Lagen von Gemüseabfällen, Leguminosen, Heu, Stroh, Rindenmulch, Sägespänen, Laub; auf ausgeglichenes Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis achten
Tipp: Dder saure Rindenmulch lässt sich ersetzen durch: eine dicke Schicht unbedruckter Pappe (2-3 lagig, z. B. zusammengefaltete, unbeschichtete Pappkartons), darüber eine 15 cm dicke Schicht Stroh: begünstigt das Bodenleben, die Feinkrümeligkeit und Durchwurzelbarkeit des Bodens.
Über die Mulchschicht auf Nährstoffbedarf und Besonderheiten der Kulturpflanzen eingehen: z. B. Kali- und kieselhaltige Beinwellblätter begünstigen Tomatengesundheit, punktuell gemulchte Tomatenblätter halten Kohlweißlinge fern, Mulch aus geschnittenen Lavendelblüten beugt Blattläusen und Pilzkrankheiten vor, punktuell gemulchte Rhabarberblätter vertreiben Blattläuse vom Salat, Zwiebelschalen-Mulch vertreibt die Möhrenfliege und begünstig die Gesundheit der Erdbeeren.
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